Politik
Immer wieder fliegen die internationalen Kräfte Luftangriffe gegen die Terroristen - wie hier im November 2014.
Immer wieder fliegen die internationalen Kräfte Luftangriffe gegen die Terroristen - wie hier im November 2014.(Foto: REUTERS)
Freitag, 03. Juli 2015

Luftangriffe in Syrien: Anti-IS-Koalition tötet Terroranführer

Im Kampf gegen die IS-Terroristen vermeldet das Pentagon einen Erfolg: Bei einem Luftangriff kommt ein hochrangiger Führer der Dschihadisten ums Leben. Der Tunesier war vor allem im Hintergrund tätig - mit ihm verliert der IS einen wichtigen Koordinator.

Datenschutz

Das US-Verteidigungsministerium hat den Tod eines weiteren hochrangigen Mitglieds der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat verkündet. Der Tunesier Tarek ben Tahar al-Awni al-Harzi sei bereits am 16. Juni bei einem Luftangriff der Anti-IS-Koalition in Schadadi in der syrischen Provinz Hassaka getötet worden, teilte das Pentagon nun mit. Bereits vor anderthalb Wochen hatten die USA den Tod seines Bruders Ali al-Harzi bei einem US-Luftangriff am 15. Juni im irakischen Mossul bekanntgegeben.

Ähnlich wie sein Bruder sei Tarek al-Harzi für die Rekrutierung von IS-Kämpfern und die Organisation von Reisen der IS-Kämpfer betraut gewesen, sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis. Außerdem habe er Gelder für die Dschihadistenorganisation eingetrieben und sich am "Kauf und Transport von Waffen aus Libyen bis nach Syrien" beteiligt. Tarek al-Harzi beteiligte sich den Angaben zufolge zudem an der Organisation von Selbstmordanschlägen mit sprengstoffbeladenen Fahrzeugen im Irak.

"Sein Tod verringert die Fähigkeit der Gruppe Islamischer Staat, ausländische Kämpfer in die Kämpfe in Syrien und im Irak zu integrieren, und Männer und Waffen zwischen Syrien und dem Irak hin- und her zu verschieben", kommentierte der Pentagon-Sprecher den Tod von Tarek al-Harzi. Auf den Tunesier hatten die USA ein Kopfgeld von drei Millionen Dollar (2,7 Millionen Euro) ausgesetzt.

Nach Angaben eines hochrangigen Pentagon-Vertreters war Tarek al-Harzi in seinem Heimatland Tunesien in einem Terrorismus-Prozess in Abwesenheit zu 24 Jahren Haft verurteilt worden. Er zählte den Angaben zufolge zu den IS-Anführern in der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei und war dort für den Empfang und die Ausbildung ausländischer Dschihadisten verantwortlich.

Quelle: n-tv.de