Politik

"Eine Kugel reicht nicht" Ermittler heben rechte Terrorgruppe aus

oss.jpg

Das bisherige Logo der OSS.

(Foto: Youtube-Video)

Nach monatelanger Überwachung schlagen Polizei und GSG 9 zu: In fünf Bundesländern sind sie einer rechtsextremen Terrorgruppe auf der Spur. Die "Old School Society" soll Anschläge auf Asylbewerber, Moscheen und Salafisten geplant haben.

Rund 250 Ermittler haben in Bayern, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Wohnungen durchsucht. Das berichtet die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die Razzia habe sich gegen eine rechtsextreme Terrorgruppe gerichtet, die Anschläge auf Asylbewerberheime, Moscheen und Angehörige der salafistischen Szene in Deutschland  geplant haben sollen. Einsatzkräfte der Spezialeinheit GSG 9 nahmen drei Männer und eine Frau fest.

Ziel der bundesweiten Razzia soll demnach die rechtsextreme Gruppierung "Old School Society" (OSS) gewesen sein. Sicherheitskräfte hätten vier Personen festgenommen, die zur Führungsriege der OSS gehören sollen. Der Generalbundesanwalt ermittelt wegen des Verdachts auf Gründung einer "terroristischen Vereinigung". Möglicherweise habe eine erste Gewaltaktion der Gruppierung unmittelbar bevorgestanden, heißt es.

Um innerhalb Deutschlands in kleineren Gruppierungen Anschläge auf namhafte Salafisten, Moscheen und Asylbewerberunterkünfte zu begehen, haben sich die Beschuldigten laut Bundesanwaltschaft Sprengmittel beschafft. Bei Durchsuchungen seien pyrotechnische Gegenstände mit großer Sprengkraft sowie weitere Beweismittel sichergestellt worden. Inwieweit die Gruppe konkrete Ziele oder Termine für Anschläge ins Auge gefasst habe, müssten die Ermittlungen ergeben.

Die sich vor einem halben Jahr zusammengeschlossene Truppe soll schon lange im Visier der Ermittler gestanden haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Demnach fungierte der inzwischen festgenommene Andreas H. aus Augsburg als "Präsident" und der 39-jährige Sachse Markus W. als dessen "Vize". Weitere wichtige Funktionen sollen den Angaben zufolge der 47-jährige Olaf O. aus Bochum sowie die 22-jährige Denise Vanessa G. aus Sachsen übernommen haben. Die rechtsextreme Truppe war offenbar hierarchisch strukturiert.

Verfassungsschützer hatten die "Old School Society" von Anbeginn auf dem Schirm. Die Truppe soll sich auch ein neues Wappen zugelegt haben: Ein Kampfpanzer umrankt von germanischen Runen und zwei Totenschädeln. Dazu die Losung der OSS: "Eine Kugel reicht nicht".

Quelle: n-tv.de, ppo

Mehr zum Thema