Politik

Angriffsziele in Syrien Erste US-Kampfjets heben aus der Türkei ab

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Ein F-16 Kampfjet hebt in Incirlik ab. Ziel: Syrien.

(Foto: AP)

Nach langem Überreden lässt die Türkei die USA ihren Luftwaffenstützpunkt nutzen, um Angriffe auf Syrien zu fliegen. Zum ersten Mal sind nun Kampfflugzeuge von Incirlik aus gestartet. Das US-Militär hält den Islamischen Staat bereits für geschwächt.

Erstmals sind Kampfflugzeuge der USA in der Türkei gestartet, um Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzugreifen. Die Flugzeuge seien vom Luftwaffenstützpunkt Incirlik aufgebrochen, teilte das Pentagon ohne weitere Einzelheiten mit. Der US-Sender CNN berichtet unter Berufung auf das Verteidigungsministerium, die Angriffe seien auf Ziele in Syrien geflogen worden. Nach zähen Verhandlungen hatte die Türkei den USA kürzlich die Nutzung ihres Luftwaffenstützpunktes erlaubt. Damit verkürzen sich die Flugzeiten deutlich.

Der scheidende Generalstabschef des US-Heeres, Ray Odierno, sieht Erfolge im Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Odierno sagte, viele der obersten Befehlshaber des IS seien getötet worden. Dies habe die Gruppierung geschwächt. Die Terrormiliz sei stark auf die Rekrutierung von Kämpfern über soziale Netzwerke angewiesen.

Nach Einschätzung des Verteidigungsministeriums habe der Islamische Staat zwischen 20.000 und 30.000 Kämpfer, so etwa wie vor einem Jahr. Die Terrormiliz hätte keine Fortschritte gemacht, seitdem die Alliierten mit ihren Bombenangriffen gegen den IS im Irak und später in Syrien begonnen hätten.

Erfolgreich seien auch die kurdischen Kräfte gewesen, die die Terrormiliz aus eroberten Gebieten im Irak und Syrien verdrängt hätten. Odierno wird an diesem Freitag auf seinem Posten abgelöst. Er war insgesamt mehr als vier Jahre im Irak im Einsatz.

USA beraten Kampfeinheiten

Nach Ansicht von Odierno sollten die USA überlegen, ob sie nicht US-Militärs in Einheiten der irakischen Sicherheitskräfte einbinden sollten, die den Islamischen Staat bekämpften. Das berichtet die US-Militärzeitung "Stars and Stripes" auf ihrer Website. Das bedeute nicht notwendigerweise, dass US-Soldaten direkt an Kampfhandlungen teilnähmen. Sie könnten demnach jedoch als direkte Berater kämpfender irakischer Einheiten fungieren, was den irakischen Sicherheitskräften mehr Dynamik bei der Bekämpfung der Terrormiliz verleihen könne.

Zurzeit sind mehr als 2900 Soldaten im Irak und anderen Region des Nahen Ostens zur Unterstützung der multinationalen Koalition, die gegen den IS im Irak und Syrien kämpft. Die US-Soldaten sind als Berater im Einsatz, greifen aber nicht auf dem Schlachtfeld ein. Die Last der Kampfhandlungen selbst liegt auf den Schultern syrischer Rebellen, kurdischer Kämpfer und den irakischen Sicherheitskräften.

Odierno machte klar, dass die USA die Problem für die Region nicht lösen könnten. "Das muss von denen in der Region gemacht werden". Es sei aber wichtig, dass die USA bei der Ausbildung Unterstützung leisteten und versuchten, Fähigkeiten und Kapazität zu entwickeln.

Quelle: ntv.de, nsc/dpa

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