Politik

Eine Milliarde Dollar gefordert Facebook soll sich für Terror verantworten

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Ein Baby und eine junge Frau starben, als ein Palästinenser im Oktober 2014 absichtlich in eine Menge fuhr.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die radikal-islamische Hamas verbreitet ihre Propaganda auch über Facebook. Trägt das Netzwerk deshalb auch schuld am Tod von Attentatsopfern? Ja, sagen jüdische Hinterbliebene und verlangen eine enorme Schadensersatzsumme.

Familien mehrerer Gewaltopfer des Nahost-Konflikts haben Facebook auf mindestens eine Milliarde Dollar Schadenersatz verklagt. Sie werfen dem Online-Netzwerk vor, der radikal-islamischen Hamas, die sie für die Anschläge verantwortlich machen, wissentlich eine Plattform geboten und die Gewaltakte damit ermöglicht zu haben. "Einfach gesagt, nutzt Hamas Facebook als Werkzeug für Terrorismus", heißt es an einer Stelle der rund 60-seitigen Klage, die gestern in New York eingereicht wurde.

Es klagen fünf Familien mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, die größtenteils in Israel leben. Auch ihre getöteten oder verwundeten Verwandten waren Amerikaner. Unter den klagenden Hinterbliebenen sind die Eltern eines 16-Jährigen, der im Juni 2014 verschleppt und getötet wurde, sowie die Eltern eines drei Monate alten Mädchens, das im Oktober 2014 ums Leben kam, als ein Attentäter in Jerusalem in eine Menschenmenge fuhr.

Facebook wollte den Fall zunächst nicht kommentieren: Der Finanzdienst Bloomberg bekam per E-Mail die Antwort, Facebook äußere sich in Medien nicht zu Rechtsstreitigkeiten.

Quelle: ntv.de, shu/dpa

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