Politik

Enterung der "Arctic Sunrise" Gericht verdonnert Russland zu Geldstrafe

50757622.jpg

Die Arctic Sunrise vor Murmansk.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor Murmansk protestiert Greenpeace 2013 gegen Ölbohrungen von Gazprom. Dann entern russische Spezialkräfte das Schiff und halten die Besatzung fest. Ein Gericht bestätigt nun, dass Russland unrechtmäßig handelte. Geld wird wohl trotzdem nicht fließen.

Russland muss eine Geldstrafe für das unrechtmäßige Entern des Greenpeace-Schiffes "Arctic Sunrise" an die Niederlande zahlen. Das internationale Schiedsgericht in Den Haag setzte die Summe auf 5,4 Millionen Euro fest. Das Gericht hatte bereits 2015 geurteilt, dass Russland unrechtmäßig gehandelt hatte.

Greenpeace hatte mit der Arctic Sunrise im September 2013 unter niederländischer Flagge gegen Ölbohrungen des russischen Unternehmens Gazprom im Arktischen Ozean protestiert. Bei Murmansk wurde das Schiff plötzlich von russischen Einheiten geentert und die Mannschaft festgenommen. Erst ein Jahr später kehrte die "Arctic Sunrise" beschädigt nach Amsterdam zurück.

Russland muss nach dem Richterspruch nun den Schaden am Schiff und eine Entschädigung für die Festnahme bezahlen. Die niederländische Regierung äußerte sich zufrieden und forderte Russland auf, den Betrag zu bezahlen. Russland hat allerdings die Befugnis des Gerichts in dieser Frage nie anerkannt.

Quelle: ntv.de, chr/dpa