Politik

Flüchtlingsregistrierung am Strand? Innenminister wollen Hotspots einrichten

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Thomas de Maizière und Bernard Cazeneuve haben mit ihrer britischen Kollegin Theresa May für Flüchtlingszentren in Griechenland und Italien plädiert.

(Foto: AP)

Ein Großteil der Flüchtlinge, die in die EU wollen, kommen in Booten in Italien und Griechenland an. Genau dort sollten sie bereits registriert und auf ihren Asylanspruch geprüft werden. Das schlagen die Innenminister dreier reicher EU-Staaten vor.

Die Innenminister von Frankreich, Großbritannien und Deutschland haben sich auf Sofortmaßnahmen geeinigt, mit denen sie der großen Menge an Flüchtlingen in der EU Herr werden wollen. Unter anderem sollen in Griechenland und Italien sogenannte Hotspots eingerichtet werden, um am Ankunftsort der meisten Flüchtlinge mit der Registrierung zu beginnen.

Diese Hotspots sollen so bald wie möglich, spätestens aber noch in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Bernard Cazeneuve, Theresa May und Thomas de Maizière, "um die Asylsuchenden durch Abnahme von Fingerabdrücken zu registrieren und diejenigen zu identifizieren, die eindeutig schutzberechtigt sind". Auf diese Weise soll offenbar eine Vorauswahl möglicher von Asylbewerbern getroffen werden, um die Aufnahmestellen in den drei reichen EU-Staaten zu entlasten.

Das Innenminister-Trio empfahl außerdem, schnellstmöglich EU-weit sichere Herkunftsstaaten zu definieren. Dies solle eine "effektive Rückführung derjenigen, die nicht schutzberechtigt sind", gewährleisten. Konkrete Schritte sollen bei einem Treffen der Justiz- und Innenminister diskutiert werden, das am Rande der regulären Ratssitzung am 8. Oktober stattfinden soll.

Quelle: ntv.de, nsc

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