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Gefangenenaustausch zugestimmt Jordanien geht auf IS-Forderung ein

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Der Vater des Piloten (r.) hofft auf die Freilassung seines Sohnes.

(Foto: dpa)

Der IS setzt sich mit einer Forderung durch: Jordanien ist bereit, eine inhaftierte Extremistin gegen einen von den Terroristen festgehaltenen Piloten auszutauschen. Die Frau hat für die Islamisten einen besonderen Wert.

Jordanien ist bereit, eine inhaftierte Islamistin auf Wunsch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Tausch für einen jordanischen Piloten freizulassen. Die Extremistin Sadschida al-Rischawi solle freikommen, sobald der IS bereit sei, den als Geisel gehaltenen Mann zu entlassen, sagte der jordanische Informationsminister Mohammed al-Mumani.

Keine Angaben machte al-Mumani über das weitere Schicksal einer japanischen Geisel in den Händen der Dschihadisten. Der IS hatte vor einer Woche mit der Tötung der beiden japanischen Geiseln Kenji Goto und Haruna Yukawa gedroht. Zunächst forderten die Dschihadisten 200 Millionen US-Dollar (170 Millionen Euro) Lösegeld, später verlangten sie die Freilassung Al-Rischawis.

In einem am Wochenende veröffentlichten Video war dann die angebliche Tötung Yukawas bekanntgegeben worden, für Goto stellten sie später ein neues Ultimatum bis Mittwoch. Dabei drohten die IS-Kämpfer auch mit der Ermordung des jordanischen Piloten Muas al-Kasasba. Al-Kasasba war Mitte Dezember über dem nordsyrischen Al-Rakka abgestürzt und von den Dschihadisten gefangen genommen worden. Er hatte im Auftrag der internationalen Koalition Angriffe auf Stellungen des IS geflogen.

Die Sicherheit Al-Kasasbas habe höchste Priorität, sagte Al-Mumani. Wie und wann der Gefangenenaustausch über die Bühne gehen soll, sagte er nicht. Der IS hatte ursprünglich den Abend als Ultimatum für die Freilassung Al-Ridschawis genannt. Die Irakerin war 2005 an einer schweren Anschlagserie in der jordanischen Hauptstadt Amman beteiligt. Für den IS hat sie großen Wert: Sie soll mit einem der Topterroristen aus der Gründungszeit der Terrormiliz verwandt sein.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

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