Politik

Mann attackiert Politikerin mit Messer Kölner OB-Kandidatin bei Anschlag verletzt

Die Kölner OB-Kandidatin Reker wirbt auf einem Wochenmarkt um Stimmen, da greift sie ein Unbekannter mit einem Messer an. Mehrere Menschen werden verletzt - auch die Politikerin. Reker befindet sich im Krankenhaus.

Auf die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker ist ein Anschlag verübt worden. Die Kölner Polizei bestätigte n-tv die Attacke. Demnach ist Reker am Morgen bei einer Wahlkampfveranstaltung auf einem Wochenmarkt im Stadtteil Braunsfeld von einem Mann mit einem Messer angegriffen worden. Dabei wurden die Politikerin selbst sowie vier weitere Personen verletzt. Unter den Verletzten ist auch eine Wahlkampfhelferin Rekers.

Der Angreifer wurde festgenommen. Es handelt sich laut Polizei um einen 44-Jährigen. Er wird derzeit vernommen. Über seine Motive ist bisher nichts bekannt.

Wie schwer die Verletzungen sind, ist unklar. Reker befindet sich zur Behandlung im Krankenhaus. Sie sei ansprechbar, so die Kölner Polizei. Laut "Kölner Express" waren zwei Rettungswagen und ein Hubschrauber im Einsatz. Der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet, Rekers Verletzungen seien "schwer". Nach Angaben ihres Wahlkampfteams, die über Rekers Twitter-Account verbreitet wurden, ist sie jedoch außer Lebensgefahr:

In Köln wird am Sonntag ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Reker ist aussichtsreiche Kandidatin, die Parteilose wird von CDU, Grünen und der FDP unterstützt. Reker ist derzeit Beigeordnete für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln.

Rekers Konkurrent, SPD-Kandidat Jochen Ott, reagierte via Facebook: Er sei zutiefst bestürzt und drücke Reker "von Herzen die Daumen". "Ab sofort werde ich meinen Wahlkampf unterbrechen, bis ich weitere Informationen über ihren Gesundheitszustand habe", schrieb Ott.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft twitterte: "Das ist ein Angriff auf uns alle." Sie hoffe und bange mit den Verletzten. Bundesjustizminister Heiko Maas schrieb bei Twitter, seine Gedanken seien bei den Verletzten und bezeichnete die Attacke als "unfassbare, abscheuliche Tat".

Quelle: ntv.de, jog

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