Politik

8000 Flüchtlinge in zwei Tagen Menschen werden auf Bundesländer verteilt

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Flüchtlinge, die kurz zuvor mit einem Zug in München angekommen sind, warten auf eine S-Bahn, die sie zu einer Sammelstelle fahren soll.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mitten in der Nacht kommen erneut Hunderte Flüchtlinge aus Ungarn am Münchner Hauptbahnhof an. Von dort fahren sie zu Notunterkünften in verschiedenen Bundesländern. Ein Ende des Andrangs ist nicht in Sicht.

Etwa 1000 weitere Flüchtlinge sind über Ungarn und Österreich in München eingetroffen. Kurz nach ihrer Ankunft in der Nacht zum Sonntag mussten sie in einen Zug mit Ziel Dortmund umsteigen, der gegen 02.30 Uhr losfuhr. Ein anderer Zug sollte bis zu 700 Flüchtlinge nach Braunschweig bringen. Insgesamt erreichten seit Samstag etwa 8000 Flüchtlinge die bayerische Landeshauptstadt. Viele gaben an, aus Syrien zu kommen, aber auch aus Afghanistan und dem Irak.

Ein Sonderzug mit Flüchtlingen aus Ungarn erreichte auch Thüringen: Die fast 570 Flüchtlinge am Bord stiegen zunächst in Saalfeld aus, um sich zu stärken und sich registrieren zu lassen. Rund die Hälfte sollte nach Dresden weiterreisen, wo sie auf dem Geländer einer Offiziersschule untergebracht werden sollen. Rund ein Viertel sollte nach Halberstadt in Sachsen-Anhalt kommen, ebenfalls ein Viertel zunächst ins thüringische Hermsdorf.

Der Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand glaubt, dass im Laufe des Tages wieder Tausende über Österreich nach München kommen könnten. Es werde womöglich in dem Takt wie gestern weitergehen. Am Samstag seien allein zwischen 8 Uhr und 20 Uhr 6000 Menschen über den Hauptbahnhof München geleitet.

Derweil kamen im österreichischen Grenzort Nickelsdorf erneut mehr als 1000 Flüchtlinge aus Ungarn an. Dies sagte der stellvertretende Landespolizeidirektor des Burgenlandes, Christian Stella, der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Sie mussten die Sonderzüge im ungarischen Grenzbahnhof Hegyeshalom verlassen und zu Fuß nach Österreich gehen.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa/rts

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