Politik

"Das ist alles Blödsinn" Putin dementiert Verbindungen zu Trump

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Mehrere Ausschüsse des US-Kongresses untersuchen die Rolle von Wladimir Putin im US-Wahlkampf.

(Foto: AP)

Die Gerüchte über geheime Absprachen zwischen dem US-Präsident und Russlands Staatschef halten sich. Nun äußert sich Putin klar zu den Vorwürfen um ihn und Trump: Man habe keine persönliche Beziehung.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach eigenen Aussagen keine kompromittierenden Informationen über US-Präsident Donald Trump. Das sei alles Blödsinn, sagte Putin dem US-Sender NBC News. Zwischen ihm und Trump bestünde keine persönliche Beziehung, obwohl Trump als Geschäftsmann auch nach Russland gereist war.

Derzeit seien etwa Vertreter von 100 US-Firmen in Russland. "Gehen sie davon aus, dass wir über alle kompromittierendes Material sammeln?", sagte Putin. "Habt ihr alle euren Verstand verloren?" Putin hat erst vor wenigen Tagen bestritten, dass es zwischen der Führung in Moskau und Trump vor dessen Amtsantritt Geheimabsprachen gegeben haben soll.

Mehrere Ausschüsse des US-Kongresses untersuchen derzeit, ob Russland im Präsidentenwahlkampf 2016 zugunsten Trumps Einfluss nahm und ob es Absprachen zwischen seinem Wahlkampfteam und Russland gab. Der US-Präsident steht seit Monaten wegen angeblicher Kontakte seines Teams zur russischen Regierung unter Druck.

Deutsche Bank soll aufklären

Auch die Deutsche Bank ist von der Affäre betroffen. Sie soll einer Anfrage von US-Demokraten nach Aufklärung über angebliche Verbindungen Trumps nach Russland nicht nachgekommen sein. Ein Demokrat, der anonym bleiben wollte, schrieb in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur Reuters: "Der Rechtsbeistand der Deutschen Bank hat den Erhalt unseres Briefes vom 23. Mai 2017 bestätigt, hat aber keine substanziellen Antworten auf unsere Fragen gegeben." Die Deutsche Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Die demokratischen Kongressabgeordneten forderten Vorstandschef John Cryan auf, Erkenntnisse des Instituts zu Konten seines Kunden Trump und den Krediten an den damaligen Immobilien-Unternehmer detailliert aufzuklären. Sie halten auch die Geldwäsche-Affäre, in die die Deutsche Bank in Russland verwickelt war, für noch nicht aufgeklärt.

"Der Kongress wird darüber im Unklaren gelassen, ob Kredite der Deutschen Bank an Präsident Trump von der russischen Regierung garantiert wurden oder ob sie anderweitig in Verbindung zu Russland standen", heißt es in einem vorhergehenden Brief. Die Trump-Regierung sowie der Kreml dementieren derartige Absprachen.  Die Demokraten setzten Deutschlands größtem Geldhaus eine Frist bis vergangenen Freitag.

Quelle: ntv.de, lsc/rts