Politik

RTL/n-tv Trendbarometer Schwarz-Grün erobert Regierungsmehrheit

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In Hessen ist Schwarz-Grün bereits seit 2014 Realität.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Deutschland könnte sich ein neuer politischer Block formieren: Im neuen RTL/n-tv Trendbarometer reicht es für eine schwarz-grüne Regierungsmehrheit. Eine rot-rot-grüne Koalition scheitert dagegen an der anhaltenden Schwäche der SPD.

Folgt Schwarz-Grün auf Schwarz-Rot? Im aktuellen RTL/n-tv Trendbarometer von Forsa kommen CDU, CSU und Grüne gemeinsam auf 49 Prozent der Stimmen. Das würde für eine Kanzlermehrheit im Bundestag reichen, weil die sonstigen Parteien mit 8 Prozent ungewöhnlich viele Stimmen außerhalb des Parlaments binden. Für eine rot-rot-grüne Koalition reicht es dagegen nicht. SPD, Linke und Grüne kommen aufgrund der anhaltenden Schwäche der Sozialdemokraten gemeinsam nur auf 44 Prozent der Stimmen.

"Wenn die Grünen die 'neugrünen' Sympathisanten, die sie seit der Bundestagswahl 2017 dazu gewonnen haben, zu sicheren Wählern machen können, entsteht zusammen mit der Union ein neuer politischer Block, der von rechts (mit Ausnahme der rechtsradikalen AfD-Wähler) bis weit in die liberale Mitte Wähler binden und bündeln könnte", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner zum aktuellen Umfrageergebnis.

In der Einzelbetrachtung gewinnen Union und Grüne im Vergleich zur Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt hinzu. Dabei bleiben CDU und CSU mit 27 Prozent die stärkste Kraft. Die Grünen folgen mit 22 Prozent. Im Gegenzug fallen die FDP und Linke um jeweils einen Punkt auf 8 Prozent zurück. Die SPD steht unverändert bei 14 Prozent. Die AfD kommt wie in der Vorwoche auf 13 Prozent. Die sonstigen Parteien stehen bei 8 Prozent.

AKK legt zu und verliert trotzdem

Nachdem CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Position beim CDU-Parteitag vor einer Woche stärken konnte, verbessert sich die Verteidigungsministerin auch in der Kanzlerfrage. AKK legt sowohl im Vergleich mit Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz von der SPD als auch im Vergleich mit Grünen-Chef Robert Habeck jeweils 3 Prozentpunkte hinzu. Wenn sich die Menschen direkt für einen Kanzler entscheiden könnten, tendiert die Mehrheit nach wie vor zu Scholz und Habeck. Im direkten Duell würde sich Scholz derzeit mit 33 zu 17 Prozent durchsetzen. Habeck würde mit 32 zu 19 Prozent gegen die CDU-Chefin gewinnen. Das Duell gegen Scholz würde der Grünen-Chef mit 25 zu 23 Prozent ebenfalls knapp für sich entscheiden.

Bei der politischen Kompetenz führt dagegen erneut die Union das Feld an. Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, nannten 18 Prozent der Befragten CDU und CSU. Für die Grünen entschieden sich immerhin 12 Prozent. Die SPD hat nur das Vertrauen von 4 Prozent der Menschen. Mit 57 Prozent ist die Mehrheit allerdings überzeugt, dass keine der Parteien mit den Problemen der Gegenwart fertig wird.

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Quelle: n-tv.de, chr

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