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Pompeo auf Deutschlandreise US-Außenminister besucht "Little Berlin"

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Mödlareuth war bis zur Wiedervereinigung durch eine Grenzmauer geteilt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen startet US-Außenminister Pompeo seinen Deutschlandbesuch. Bevor es am Freitag nach Berlin geht, wandelt er auf den Spuren der eigenen Vergangenheit. Denn Pompeo war in den späten 80er Jahren selbst als junger Soldat nahe der deutsch-deutschen Grenze stationiert.

US-Außenminister Mike Pompeo hat seine zweitägige Deutschland-Reise begonnen. Am Mittag traf er im Örtchen Mödlareuth ein. Das Dorf mit knapp 50 Einwohnern war zur Zeit der deutschen Teilung von einer Grenzmauer durchschnitten und hatte deshalb den Beinamen "Little Berlin" erhalten.

Am Vormittag hatte Pompeo US-Truppen an den bayerischen Standorten Grafenwöhr und Vilseck besucht. In Grafenwöhr sah er sich auch eine Militärübung an. Derzeit haben die US-Streitkräfte noch rund 35.000 Soldaten in Deutschland stationiert, davon nach US-Angaben rund 10.000 an den bayerischen Standorten Grafenwöhr und Vilseck.

Pompeo war in den 1980er Jahren als US-Soldat in Bindlach bei Bayreuth stationiert und hatte zu dieser Zeit auch die Gegend um Mödlareuth kennengelernt, wie sein Ministerium erklärte. Er will dort über eine innerörtliche Brücke zwischen den heutigen Bundesländern Thüringen und Bayern gehen sowie ein Grenzmuseum besuchen.

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Nach einem Unfall ging es weiter nach Mödlareuth.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf dem Weg nach Mödlareuth ist es in der rund 40 Fahrzeuge umfassenden Kolonne von Pompeo zu einem kleinen Unfall gekommen. Wie mitreisende US-Reporter berichteten, konnten die Fahrzeuge jedoch mit einem Blechschaden weiterfahren.

In Mödlareuth traf Pompeo mit Bundesaußenminister Heiko Maas zusammen. Später reisen sie zusammen nach Leipzig und besuchen in Halle den Ort des Anschlags vom 9. Oktober. Am Freitag sind Gespräche mit Kanzlerin Angela Merkel, mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Finanzminister Olaf Scholz geplant. Mit seinem zweitägigen Besuch in Deutschland will Pompeo die transatlantische Partnerschaft stärken. Wachsende Bedrohungen aus Russland, China und dem Iran machten ein verstärktes Engagement nötig, teilte das US-Außenministerium zum Auftakt der Reise mit.

Pompeo war gestern Abend in Nürnberg gelandet und dort vom US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, begrüßt worden. Vor dem Abflug hatte Pompeo Deutschland als einen der vertrauenswürdigsten Freunde der USA, "wichtigen Alliierten und engen Partner unseres Engagements mit Europa und der Welt" bezeichnet. "Ich freue mich auf konstruktive Gespräche darüber, wie wir viele wichtige globale Fragen zusammen angehen können", schrieb er auf Twitter.

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump Anfang 2017 angespannt. Die US-Regierung wirft dem Nato-Partner Deutschland mangelnde Militärausgaben vor, kritisiert das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2 scharf und droht der EU mit Strafzöllen, was vor allem die deutsche Autoindustrie treffen könnte.

Quelle: n-tv.de, uzh/dpa

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