Ratgeber

Vorräte für Notsituationen Nur das sollten Sie immer zu Hause haben

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Reißenden Absatz findet auch Dosenbrot - das hält sich schon mal 50 Jahre.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Deutschland stehen wieder ein paar schwierige Wochen bevor. Doch zentnerweise Nudeln und Paletten von Klopapier müssen deshalb nicht gehortet werden. Stattdessen sollten sich Waren aus der Notfall-Liste des Bundesamtes für Katastrophenschutz in jedem Haushalt befinden. Und zwar immer.

Vorneweg gleich mal eine sanfte Ermahnung: Auch wenn Deutschland im November eine "nationale Kraftanstrengung" bevorsteht, gibt es auch anlässlich des zweiten Lockdowns dieses Jahres keinen Grund zur Panik, welche etwaige Hamsterkäufe von Klopapier oder Nudeln betrifft. Zu Versorgungsengpässen wie im Frühjahr wird es aufgrund behobener Logistik-Probleme diesmal nicht kommen. Sagt der Handel. Und auch die Bundesregierung hat bereits eine Art Klopapier-Garantie abgegeben. Na also.

Kaufpanik und Verdopplung der Preise?

Abgesehen davon sind Hamsterkäufe unsozial. Schließlich gibt es auch Menschen in unserem Land, die weder über einen Gabelstapler noch ausreichend Kraft verfügen, um sich palettenweise mit derzeit stark nachgefragten Waren einzudecken. Jede Packung Klopapier, die jetzt so nebenbei auf Vorrat mitgegriffen wird, verstärkt beim Mitmenschen das Gefühl, auch seine Bestände auffüllen zu müssen. Was dann zu einer sogenannten Kaufpanik führt. Bei der für einige einfach nichts übrigbleibt. Also bitte sein lassen. Und wenn der Handel wider Erwarten nicht doch erneut mit leeren Regalen dastehen möchte, begrenzt er die Abgabe von heiß begehrten Artikeln von vornherein. Oder verdoppelt für die zweite, dritte und vierte Großpackung jeweils den Preis. Auch das könnte die Nachfrage bremsen.

Wer es trotzdem nicht sein lassen kann und deshalb täglich verschiedene Händler aufsucht, sollte bedenken, dass ein derartiges Verhalten die Anzahl der sozialen Kontakte riskanterweise deutlich erhöht - und damit auch die Gefahr, sich bei der Gelegenheit selbst das Coronavirus einzufangen. Verstanden? Prima.

Christoph Unger, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, rät vielmehr grundsätzlich dazu, sich auf Krisen und Katastrophen vorbereiten. Wozu auch das Anlegen eines Notvorrats gehört - für etwa zehn Tage. Hier ist die Liste mit Dingen, die Sie immer zu Hause haben sollten:

Beispiel für einen zehntägigen Grundvorrat an Getränken und Lebensmitteln für eine Person:

  • 20 Liter Wasser
  • 3,5 Kilogramm Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (insgesamt)
  • 2,5 Kilogramm Obst (in Dosen oder Gläsern) und Nüsse
  • 4 Kilogramm Hülsenfrüchte und Gemüse (in Dosen oder Gläsern)
  • 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
  • 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier beziehungsweise Volleipulver (Eier sind nur wenige Tage, Volleipulver ist mehrere Jahre haltbar)
  • 0,4 Kilogramm Fette und Öle
  • Lebensmittel, die nicht erhitzt oder gekocht werden müssen (Zucker, Honig, Schokolade, Mehl, Instantbrühe, Hartkekse, Salzstangen) - Menge nach Belieben

Dieser Vorrat entspricht etwa 2200 Kilokalorien pro Tag und deckt somit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab.

Außerdem sollten sich folgende Dinge für mögliche Notsituationen immer im Haus befinden:

Medizinische Versorgung:

  • Wichtige, vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Schmerz- und fiebersenkende Medikamente
  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
  • Verbandskasten
  • Fieberthermometer
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Drogerieartikel:

Sonstiges:

  • Kerzen, Teelichter
  • Campingkocher
  • Taschenlampe
  • Reservebatterien
  • Desinfektionsmittel

Quelle: ntv.de, awi