Ratgeber
Donnerstag, 01. Mai 2008

Neues Gesetz ist da: Auskunft gibt's jetzt gegen Geld

Vom 1. Mai an können Verbraucher Dank des neuen Verbraucherinformationsgesetzes leichter Auskunft von Behörden über belastete Lebensmittel einfordern - dabei müssen sie aber die Gebühren beachten. "Wenn man nicht von einer hohen Rechnung überrascht werden will, sollte man stets eine Benachrichtigung dafür verlangen, falls eine Anfrage die einfache Gebühr übersteigt", sagte Roland Stuhr vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

Informationen gibt es aber nur gegen Geld: Einfache Auskünfte bei Bundesbehörden kosten laut Gesetz fünf bis 25 Euro, komplizierte Anfragen bis zu 500 Euro. Die Gebühren der Landesämter stehen vielfach noch nicht fest. "Auskünfte über Rechtsverstöße wie im Fall von Gammelfleisch sind aber immer kostenlos", sagte Stuhr.

Verbraucher müssen sich für ihre Anfragen an die richtige Stelle wenden - sonst führt sie zu keinem Ergebnis. "Am besten klärt man vorher telefonisch ab, welche Behörde für das Thema zuständig ist", sagte Stuhr. Der Antrag muss immer schriftlich erfolgen - eine E-Mail reicht dafür auch.

Das Verbraucherinformationsgesetz soll es Bürgern ab Mai erleichtern, sich bei Behörden zum Beispiel über einen Lebensmittel-Skandal zu informieren. Außerdem können sie Auskunft darüber verlangen, ob Gemüse zu viele Pestizide aufweist oder Hautcremes gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Verbraucher sollen dabei innerhalb von vier Wochen eine Antwort erhalten. Allerdings kann die Auskunft verweigert werden, wenn Geschäftsgeheimnisse von Firmen betroffen sind. Mehrere Verbraucherschutzorganisationen haben in den vergangenen Wochen Mängel bei der Umsetzung des Gesetzes angemahnt.

Quelle: n-tv.de

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