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Milch-Getreide-Mischung im Test Babybrei? Nur drei sind "gut"

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Eltern sollten darauf achten, was auf den Löffel kommt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei den ganz Kleinen beginnt das große Futtern schrittweise. Denn anfangs können Babys noch nicht alles essen. Ab dem sechsten Monat kommt dann oft Milch-Getreide-Brei auf den Löffel. Doch nur wenige sind auch gut, wie die Stiftung Warentest feststellt.

Viele Eltern sind erstmal erleichtert, wenn ihr Kleinkind den angebotenen Löffel mit Brei nicht verschmäht oder nur zum Spielen verwendet. Denn mitunter ist die schrittweise Erweiterung des Speiseplans des Säuglings eben kein Kinderspiel. Zumindest für die Eltern.   

So rund um den sechsten Monat werden erste Fütterungsversuche mit Milch-Getreide-Brei unternommen. Wogegen auch nichts einzuwenden ist, wenn denn die Qualität der Breichen stimmt. Das ist leider nicht immer der Fall, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest nahelegt. Die hat gerade 19 Babybreie überprüft und kommt zu dem ernüchternden Ergebnis: Nur drei sind "gut".

Im Test wurden Pulver zum Anrühren und Breie aus dem Glas analysiert. Dabei orientierten sich die Tester am Bedarf eines sechs Monate alten Säuglings. Das bedeutet, dass Brei vor allem Eiweiß und Kalzium liefern soll, ebenso gesunde Fette und Vitamine. Zucker, Fruchtpulver sowie die kritischen Substanzen Arsen, Chlorat, Isododecan und 3-MCPD-Ester sollten sich, wenn überhaupt, nur in kleinsten Mengen in den Produkten finden. Andernfalls führte dies zu Abwertungen beim Testergebnis.

Nur drei sind "gut"

Überzeugen konnten nur drei Produkte, zwei davon Pulver zum Anrühren: der Hipp Bio-Milchbrei "Gute Nacht Kinderkeks", Note "gut" (1,9/0,79 Euro pro 100 Gramm), der Babylove Bio Milchbrei Grieß von DM (2,1/0,48 Euro pro 100 Gramm) und der Alnatura Abendbrei Grießbrei pur (2,4/0,52 Euro pro 100 Gramm).

Die Testverlierer sind mit Schadstoffen knapp unterhalb der Grenzwerte belastet, ungünstig zusammengesetzt oder enthalten Zutaten, die die Vorliebe für Süßes fördern. Derart bemängelt wurden der Rossmann Babydream "Guten Abend Milchbrei Hafer-Apfel", Note "ausreichend" (4,5), Alete "Abend-Milchbrei Grießbrei" (3,6), der Rossmann Babydream "Guten Abend Grießbrei Vanille" (3,7) und der Bebivita "Abendbrei Keks" (4,0).

Grundsätzlich sollte beachtet werden, dass der Brei im Normalfall ab dem sechsten Monat eine Stillmahlzeit ersetzt, meist am Abend. Dabei besteht der Milch-Getreide-Brei meist aus Kuh- oder Fertigmilch, Getreideflocken, Reis oder Vollkorngrieß und Obst. Experten raten, glutenhaltige Getreide erst zwischen dem fünften und siebten Monat zu geben, um Allergien vorzubeugen. 

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Quelle: n-tv.de, awi

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