Ratgeber

Günstige Darlehen für Modernisierung Banken mit guten Zinsen

Modernisierungsdarlehen sind günstiger als normale Ratenkredite und schneller zu bekommen als gewöhnliche Baudarlehen. Und wie beim Baugeld gilt auch hier: Die Zeiten für Finanzierungswillige sind gut. Die Finanzberatung FMH hat die günstigsten Banken gesucht - und auch überraschende Sieger gefunden.

Auch ein abbezahltes Haus ist nicht billig: Die beigen Fliesen, die Anfang der 80er Jahre das moderne Badezimmer schmückten, wirken heute veraltet, alte Fenster isolieren schlecht und früher oder später wird auch das Dach fällig. Zu tun gibt es fast immer etwas und oft lassen sich Hausbesitzer dabei von Banken unter die Arme greifen. Ein normaler Ratenkredit wäre allerdings zu teuer und die üblichen Baufinanzierungen werden oft erst ab einer Mindestsumme von 50.000 Euro erteilt. Modernisierungsdarlehen gibt es dagegen zum Teil schon ab 2500 Euro.

Wer sein Haus auf niedrigen Energieverbrauch trimmen möchte, kann sich unter Umständen Unterstützung von der KfW holen. Mit Effektivzinsen ab 1,0 Prozent sind deren Angebote unschlagbar günstig – allerdings nicht ganz einfach zu bekommen. Längst nicht alle Modernisierungen sind KfW förderwürdig und manch einem Bauherrn, der zum Zielpublikum gehört, ist der Begutachtungsprozess zu umständlich. Doch auch ohne KfW kommen Modernisierungswillige an günstige Darlehen – die FMH-Finanzberatung hat für n-tv die besten Zinsangebote recherchiert.

Kein Grundbucheintrag nötig

Zwei Bedingungen sind in der Praxis besonders wichtig und auf sie hat auch die FMH im Vergleich geachtet: Zum sollten Modernisierungskredite nicht im Grundbuch eingetragen werden. Das beschleunigt die Abwicklung und spart Geld, weil keine Gebühren für Notar oder Grundbuchamt entstehen. "In aller Regel reichen drei Gehaltsabrechnungen und der Nachweis, dass Sie Immobilieneigentümer sind", sagt Michael Weidmann von Sparda-Bank Hessen. Zum anderen sollte der Zinssatz über die ganze Laufzeit unverändert gelten, was angesichts der derzeitigen Niedrigzinsphase vernünftig ist. Je nach finanzieller Machbarkeit sollten die geplanten 25.000 Euro innerhalb von 10 oder 15 Jahren komplett getilgt sein. Eine schnelle Tilgung ist am Ende zwar günstiger, allerdings liegt die monatliche Belastung auch um rund 75 Euro höher, wie der Test zeigte.

Die besten Anbieter im Test

45 Banken hat die FMH zu ihren Konditionen befragt. Immerhin 31 Institute meldeten ein mögliches Angebot. Auffallend gut schnitt die Deutsche Bank ab, die man eher mit großen Darlehensbeträgen in Verbindung bringen würde. Mit einem Effektivzins von 3,96 Prozent liegt sie bei den bundesweit gültigen Angeboten bei 15 Jahren Laufzeit deutlich vor der Konkurrenz. Minimal günstiger ist mit 3,95 Prozent die Interhyp Oberbayern/Niedersachsen, die bei den Regionalanbietern die Nase vorn hat.

Wem zehn Jahre Laufzeit genügen, der findet bei der Debeka Bausparkasse bundesweit das beste Angebot: Hier sind Modernisierer schon mit einem Effektivzins von 3,46 Prozent dabei. Es folgen die Deutsche Bank und die Bausparkassen HUK-Coburg und Wüstenrot.  Bemerkenswert ist das gute Abschneiden der Sparda-Bank Hessen, die unter den Regionalanbietern bereits im zweiten Jahr in Folge in ihrer Region ganz oben steht. Das gleiche gilt für die PSD Bank RheinNeckarSaar.

Weniger überraschend ist das gute Abschneiden von Bausparkassen, die schon fast als die klassischen Anbieter von Modernisierungsdarlehen gelten. Bei der FMH-Umfrage war klare Vorgabe, dass die Bausparkassen auch Modernisierungsdarlehen anbieten mussten, ohne dass der Bauherr bereits einen Bausparvertrag hat. Wenn für die Kreditvergabe ein Neuabschluss nötig war, fiel das nicht negativ ins Gewicht. Maßgeblich waren allein die monatlichen Gesamtkosten und der Effektivzins für die gesamte Finanzierungszeit.

Die Auswertung im Überblick:

Rückzahlung in 10 Jahren

Rückzahlung in 15 Jahren

Quelle: n-tv.de, ino

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