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Sie kosten wenig Gebühren und sind transparent: Börsengehandelte Indexfonds - sogenannte ETFs - sind attraktive Produkte. Allerdings sind sie nicht immer besser als gemanagte Fonds.
Sie kosten wenig Gebühren und sind transparent: Börsengehandelte Indexfonds - sogenannte ETFs - sind attraktive Produkte. Allerdings sind sie nicht immer besser als gemanagte Fonds.(Foto: dpa-tmn)
Dienstag, 15. Mai 2018

Daheim investieren: Das sind die besten deutschen Aktienfonds

Heimatverbundenheit kann etwas Schönes sein und sich auch lohnen. Beispielsweise, wenn in deutsche Aktien investiert wird mithilfe von Fonds. Übertreiben sollten es Anleger aber nicht, wie Finanztest mahnt.

Der deutsche Aktienindex (Dax) wird am 1. Juli 30 Jahre alt. Seitdem hat sich der Index mehr als verzwölffacht, was einer jährlichen Rendite von 8,6 Prozent entspricht (Stand Ende März 2018). Da der Dax ein sogenannter Performance-Index ist, sind Dividendenausschüttungen in diesem beachtlichen Wert bereits berücksichtigt.

Aber auch Investments in andere deutsche Indizes waren lohnend, wie etwa den MSCI Germany oder den FAZ-Index. Hier sind beispielsweise neben den 30 Dax-Werten auch Nebenwerte, also Aktien von kleineren und mittleren Unternehmen enthalten.

Finanztest hat sich angeschaut, mit welchen Deutschland-Fonds Anleger besonders absahnen konnten und dies womöglich auch in Zukunft tun können. Die Tester raten aber auch, nicht ausschließlich in heimische Unternehmen zu investieren, sondern diese lediglich als Beimischung von maximal 20 Prozent zu nutzen. Denn ansonsten wird die Diversifikation der Geldanlage vernachlässigt und dies erhöht die Risiken. Dass deutsche Anleger bevorzugt in deutsche Aktien investieren, ist dennoch weit verbreitet und trägt die englische Bezeichnung "Home Bias", was in etwa mit "Vorliebe für heimische Aktien" übersetzt werden kann.

Gemanagte Fonds im Vergleich vorn

Finanztest rät dazu, Risiken deshalb durch eine Basisinvestition in breit streuende, weltweit anlegende Fonds zu minimieren. Ein weiteres Argument gegen zu viel Heimatliebe ist, dass der Anleger nicht nur regional eingeschränkt ist, sondern auch ganze Branchen mit seiner Investition nicht abdeckt. So fehlt es in Deutschland beispielsweise an einem Nahrungsmittelkonzern wie Nestlé oder auch an Öl- und Rohstoffkonzernen.

Aber zurück zu den in Deutschland anlegenden Fonds. Hier sind wie so oft Exchange Traded Funds (ETFs) erste Wahl. Denn die sind deutlich preisgünstiger - sowohl beim Kauf als auch bei der Verwaltung - und transparenter als aktiv gemanagte Fonds. Meist performen die ETFs auf lange Sicht sogar besser. Empfohlen werden beispielsweise der Deka Dax ETF, der iShares Core Dax ETF und der Comstage FAZ ETF. In den letzten 5 Jahren war so eine durchschnittliche Rendite von rund 9 Prozent zu holen.

Die Untersuchung zeigt aber auch, dass mit gemanagten Fonds noch mehr drin war. Allerdings sollten Anleger diese jährlich auf ihre Performance hin kontrollieren, da in der Vergangenheit auch den besten von ihnen meist die Luft ausgegangen ist. In den letzten 5 Jahren konnte aber unter anderem mit dem Mainfirst Germany A (22,2 Prozent p.a.), den DB Platinum Platow (17 Prozent p.a.) und dem DWS Aktien Strategie Deutschland (15,7 Prozent p.a.) überdurchschnittliche Renditen erzielt werden. Die Fonds investieren vor allem in kleinere und mittlere deutsche Unternehmen.              

Quelle: n-tv.de