Ratgeber

Pollen voraus Die besten Heuschnupfenmittel

niesen.jpg

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Auch wenn es im Moment nicht danach aussieht – der nächste Frühling kommt bestimmt. Und mit ihm Augenjucken, Nasenkribbeln und Husten. Grund genug für Stiftung Warentest, rezeptfreie Mittel gegen Heuschnupfen unter die Lupe zu nehmen.

War vor 30, 40 Jahren Heuschnupfen noch ein echtes Exotenleiden, ist mittlerweile fast jeder vierte Westeuropäer von einer Allergie gegen Blütenstaub von Bäume, Gräser und Kräuter betroffen. Augenjucken, Atemnot, Niesen und Husten sind die Folge. Dabei sind Pollen an sich harmlos. Doch bei Allergikern lösen sie eine Fehlreaktion des Immunsystems aus. Die über die Schleimhäute in den Körper gelangten Pollen werden vom Körper fälschlicherweise als Feind ausgemacht – das Immunsystem startet eine wilde Abwehrschlacht. Dabei setzt es das Gewebehormon Histamin frei, das zu Schwellungen und Juckreiz führt.

6383770.jpg

Pollen als Feind. Das Immunsystem startet eine wilde Abwehrschlacht.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Um ihr Leiden zu behandeln, nutzen laut einer Umfrage rund zwei Drittel der Allergiker rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke. Stiftung Warentest hat die verschiedenen Präparate hins ichtlich Preis und Wirksamkeit untersucht. Getestet wurden Tabletten, Nasensprays, Augentropfen und Kombipräparate.

Medikamente gegen Heuschnupfen wirken unterschiedlich. So sorgen die Wirkstoffe Cromoglizinsäure und Lodoxamid in Augentropfen und Nasensprays dafür, dass kein Histamin an den betroffenen Stellen freigesetzt wird. Beide sind am wirkungsvollsten, wenn sie circa 14 Tage vor Beginn des Pollenfluges eingesetzt werden. Die Warentester empfehlen hier vor allem Mittel ohne Konservierungsstoffe, da sie auch bei längerer Anwendung die Schleimhäute nicht schädigen.

Antihistaminika wie Cetirizin und Loratadin wirken akut und bremsen das Immunsystem aus, indem sie Bindungsstellen an den Zellen blockieren. Sie werden sowohl in Augentropfen und Nasensprays für die lokale Behandlung, als auch in Mitteln zum Einnehmen, die im ganzen Körper wirken, verwendet.

Laut Warentest sind als Tabletten besonders "Cetirizin ADGC" und "Cetirizin AbZ" zu empfehlen. 20 Stück gibt es hier für 2,96 Euro bzw. 2,99 Euro. Als Sirup oder Saft liegen "Cetirizin AL" oder "Cetirizin Stada" für jeweils 6,40 Euro pro 75 ml vorn. Bei den Tropfen  sind dies "Cetirizin 1A Pharma" und "Cetirizin AL" für 9,31 Euro für 10 ml. Bei den Tabletten auf Basis von Loratadin schnitten "Lora ADGC" mit  2,70 Euro für 20 Stück am besten ab.

Gegen juckende und laufende Nasen empfiehlt Stiftung Warentest bei Nasensprays mit Cromoglizinsäure   "Crom ophtal", "Cromo-CT" und "CromoHexal sanft". Alle Sprays enthalten keine Konservierungsstoffe und kosten  6,37 Euro bzw. 6,90 Euro pro 15 ml. Bei Nasensprays mit den  Antihistaminika  Azelastin und Levocabastin machen "Allergodil akut" (8,10 Euro/5 ml) und "Livocab direkt" das Rennen. Letzteres ist mit Konservierungsstoffen und für 8,46 Euro je 5 ml zu haben.

Gegen gereizte,  brennende und gerötete Augen helfen Augentropfen. Auf Basis von Cromoglizinsäure wird "Dispacromil sine EDP" empfohlen. 20 Pipetten à 0,5 ml -  nicht konserviert  für 4,97 Euro.  Mit dem Wirkstoff Lodoxamid ist "Alomide" für 14,95 Euro/5 ml erste Wahl. Bei den Augentropfen  mit Azelastin und Levocabastin werden "Allergodil akut" (11,15 Euro/6 ml) und Livocab direkt ((11,45 Euro/3 ml) empfohlen.

Wer Nasensprays und Augentropfen benutzt, kann mit Kombipackungen Geld sparen. Bis zu 15 Prozent  weniger gegenüber den Einzelprodukten sind hier vom Kunden an der Apothekenkasse zu berappen.

Quelle: ntv.de, awi

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.