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Herbststürme voraus Diese Versicherungen zahlen für Schäden

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Hoffentlich versichert.

(Foto: imago/Christian Ohde)

Der Herbst ist da und mit ihm auch die Stürme. Derzeit tobt "Xavier" durchs Land. Und damit drohen große Schäden an Gebäuden, Autos und anderen Gegenständen. Doch welche Versicherung zahlt für Sturmschäden und was müssen Verbraucher beachten?

Ob Opfer von Sturmschäden Geld von ihrer Versicherung bekommen, ist maßgeblich davon abhängig, wodurch der Schaden konkret entstanden ist. Hat ein Sturm mit einer Windstärke von mindestens acht zu einem Schaden am Haus oder Hausrat geführt, ist dieser über die Wohngebäude- beziehungsweise Hausratversicherung abgesichert. Die Gebäudeversicherung zahlt Schäden am Haus durch umgefallene Bäume oder abgedeckte Dächer. Sie zahlt auch Folgeschäden, wenn durch das beschädigte Dach Regen eindringt und Wände oder Fußböden beschädigt werden. Die Hausratversicherung übernimmt dagegen Schäden an allen beweglichen Sachen wie Möbel, Kleidungsstücke, Elektrogeräte oder auch Vorräte, wie der Bund der Versicherten (BdV) informiert.

Nicht automatisch mitversichert sind jedoch Schäden durch Überschwemmungen aufgrund von Starkregen. Hiervor schützt nur eine Erweiterung des Versicherungsschutzes auf sogenannte Elementarschäden. Daher sollte sich zumindest jeder Gebäudebesitzer frühzeitig um eine Elementarschadenversicherung bemühen und sich dazu unabhängig beraten lassen – und nicht erst warten, bis etwas passiert ist. Dann bekommt man nämlich meist keinen Versicherungsschutz mehr.

Im Bereich der Autoversicherung sind Sturm- und Hagelschäden nur dann versichert, wenn eine Teilkaskoversicherung besteht. Dadurch ist auch das Risiko Überschwemmung mitversichert.

Im Schadenfall sollten sich Betroffene unverzüglich an ihre Versicherung wenden und den Schaden melden. Außerdem hat der Versicherungsnehmer eine Schadensminderungspflicht. Dies bedeutet, dass beispielsweise zerbrochene Fenster abgedichtet oder Hausratgegenstände im Keller möglichst in Sicherheit gebracht werden müssen, damit der Schaden nicht größer wird. Außerdem sollten zur Dokumentierung Fotos gemacht und eine genaue Aufstellung der beschädigten Gegenstände erstellt werden. Insbesondere bei größeren Schäden schickt die Versicherung einen Gutachter, der sich den Schaden ansieht. Beschädigte Gegenstände sollten deshalb nie ohne die ausdrückliche Zustimmung des Versicherers entsorgt werden.

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Quelle: n-tv.de, awi

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