Ratgeber

Tages- und Festgeldkonto Es gibt noch - etwas - Zinsen

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Könnte dann doch knapp werden, bei den derzeitigen Zinsangeboten.

(Foto: imago stock&people)

Es herrscht Eiszeit an der Zinsfront. Trotz deutlich gestiegener Inflation. Deutsche Sparer legen dennoch ihr Geld am liebsten auf Sparbuch, Tages- und Festgeldkonto an. Finanztest weiß, wo Sparen zumindest theoretisch noch lohnt - ganz ohne Verwahrungsentgelt.

Nicht nur, dass die Zinsen fürs Ersparte im Keller bleiben und die Inflation Fahrt aufgenommen hat. Auch, wenn Letzteres nur vorübergehend der Fall sein soll. Zudem häuften sich auch die Meldungen, dass immer mehr Banken für die Einlagen ihrer Privatkunden auf Tages- oder Festgeldkonten Strafzinsen verlangen. Das ist für viele besonders bitter, da Sparer hierzulande ihr Geld besonders gerne auf den genannten Konten lagern.

Finanztest wollte in seiner aktuellen Ausgabe (Ausgabe 6/2021) wissen, wo es noch etwas zu holen gibt und vor allem auch wo ein sogenanntes Verwahrungsentgelt vermieden werden kann. Nach Angaben der Tester sollten Kunden denn auch Minuszinsen nicht einfach hinnehmen, sondern können die Bank wechseln. Denn es gibt noch immer Anbieter, die Zinsen zahlen. Dass auch diese von der Inflation aufgefressen werden und somit wie so oft ein negativer Realzins vorliegt, ist eine andere Sache. Aber immerhin listet Finanztest in einer Top-20-Aufstellung von Tagesgeldkonten überregionale Angebote für einen Beispielbetrag von 5000 Euro auf. Mit 0,2 Prozent Zins und Rendite pro Jahr vorn landeten so etwa die Bank11, die Leaseplan Bank, die Sberbank Direct, die TF Bank, die Klarna Bank und die Advanzia Bank. Grundsätzlich sollten zwei bis drei Monatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto für finanzielle Eventualitäten bereitstehen.

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Für größere Beträge kann sich eine Anlage in Festgeld lohnen. Im Gegensatz zum Tagesgeld steht beim Festgeld der Zinssatz über die gesamte Laufzeit fest. ­Was beruhigt, aber bei steigenden Zinsen auch negative Auswirkungen haben kann. Für eine längere Zeit sollte das Geld nur dann fest angelegt werden, wenn der Sparer ganz sicher ist, dass das Geld während der Lauf­zeit nicht benötigt wird. Ein vorzeitiger Ausstieg ist aus den meisten Produkten nicht oder nur schwer möglich und dann mit erheblichen Kosten oder Zins­verlust verbunden.

Die höchste Rendite der getesteten Banken bot hier zum Untersuchungszeitpunkt laut Stiftung Warentest die niederländische Leaseplan Bank: Bei einem Jahr Laufzeit wird dort ein Festgeld von mindestens 1000 Euro mit 0,55 Prozent und bei zwei Jahren Laufzeit mit 0,65 Prozent und bei drei Jahren mit 0,75 Prozent verzinst.

Grundsätzlich rät Finanztest zu Angeboten von Banken aus EU-Ländern sowie aus Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes ­­(EWR), die durch­gehend Bestnoten für ihre Wirtschaftskraft erhalten­­. Hier ist das Geld bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Bank und Kopf durch die entsprechende Richtlinie der Europäischen Union geschützt.

Quelle: ntv.de, awi

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