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Zahlung nur bis Anfang April Frist für Rentenbeiträge beachten

Mit Hilfe der gesetzlichen Rentenversicherung kann auch derjenige vorsorgen, der nicht pflichtversichert ist. Denn mit freiwillig gezahlten Rentenversicherungsbeiträgen können Rentenansprüche erworben werden. Allerdings muss die Frist für die Beitragszahlung gewahrt werden.

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Freiwilligen Beiträge zur Rentenversicherung können sinnvoll sein, müssen aber individuell geprüft werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

In diesem Jahr besteht noch bis zum 2. April 2013 die Möglichkeit, freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung rückwirkend für das Jahr 2012 zu zahlen, wie die Deutsche Rentenversic herung Bund in Berlin mitteilt.

Durch die Zahlung von freiwilligen Beiträgen können Wartezeiten erfüllt und Rentenanwartschaften aufrechterhalten oder erhöht werden. Gerade Versicherte, die ihren Anspruch auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit durch freiwillige Beiträge sichern, sollten diese Frist beachten. Das ist für Versicherte möglich, die vor 1984 bereits 60 Beitragsmonate zurückgelegt hatten und seitdem einen lückenlosen Versicherungsverlauf vorweisen können.

Bei einer nachträglichen Zahlung für das Jahr 2012 kann die Beitragshöhe zwischen dem Mindestbeitrag von 88,20 Euro monatlich und dem Höchstbeitrag von 1.097,60 Euro monatlich frei gewählt werden.

Grundsätzlich können die Beiträge abgebucht oder überweisen werden – monatlich oder jährlich. Bei freiwilligen Beiträgen wird nicht zwischen alten und neuen Bundesländern unterschieden.  Die  freiwillige Beiträge für ein Jahr müssen spätestens bis zum 31.03. des Folgejahres entrichtet werden. Wird diese Frist versäumt, können die Beiträge nur noch für das laufende Jahr gezahlt werden.

Wer in Deutschland wohnt, hier nicht versicherungspflichtig ist und keine volle Altersrente bezieht, kann sich ab Vollendung des 16. Lebensjahres freiwillig versichern. Dies gilt auch für Deutsche, die im Ausland wohnen.

Allerdings sollte aufgrund der Komplexibilität der Rentenberechnung beachtet werden, dass das Einzahlen von Mindestbeiträgen zu einer Rentenminderung führen kann. Diese beitragsfreien Zeiten werden nämlich mit einer Art Durchschnitt aus allen Beitragszeiten bewertet. Wird ein sehr niedriger Beitrag eingezahlt, kann dieser Durchschnittswert und damit auch der Rentenanspruch insgesamt niedriger werden.

Wer mit einer freiwilligen Versicherung die Anwartschaften für eine Rente aufrecht erhalten kann, sollte den Mindestbeitrag einzahlen. Wer aber mit den Beiträgen die Rente steigern möchte, sollte genau prüfen, ob er mit einer privaten Geldanlage mit gleichem Beitragsaufwand nicht mehr für sein Geld bekommt.

Quelle: n-tv.de, awi

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