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Saftige Tariferhöhungen Gaspreissteigerung aushebeln

Einen Monat nach der letzten Preisrunde heben nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung erneut mehr als 100 Versorger zum 1. September die Gastarife an. Wie das Blatt unter Berufung auf das Verbraucherportal Verivox meldet, erhöhen insgesamt 106 Versorger ihre Preise um durchschnittlich 17,7 Prozent. Die letzte Preisrunde liegt erst wenige Wochen zurück. Zum 1. August setzten ebenfalls rund 100 der 750 Gas-Anbieter die Tarife um knapp 13 Prozent nach oben.

Mit Schuld an den steigenden Gaspreisen ist die die so genannte Ölpreisbindung. Sie ist seit den 60er Jahren internationale Branchenvereinbarung. Danach orientiert sich der Gaspreis aus Wettbewerbsgründen an der Preisentwicklung der wichtigsten Konkurrenzenergie, des Erdöls. Die Ölpreisbindung soll die Gasbezieher vor der Marktmacht der wenigen Erdgasproduzenten schützen. Die Preisbindung ist aber nicht gesetzlich verankert und erweist sich jetzt eher als Bumerang für den Verbraucher.

Preisgarantie hilft

Doch die Erdgaskunden brauchen den Preissteigerungen nicht tatenlos zusehen. Deutschlandweit gibt es fast überall wenigstens einen Konkurrenten des örtlichen Gasversorgers. Jetzt ist genau der Zeitpunkt, wo sich ein Wechsel lohnt. Zwar unterscheiden sich die Preise der wenigen Konkurrenten nur unwesentlich. Trotzdem bringt der Wechsel einen enormen Vorteil: Der neue Gasversorger gewährt Neukunden in der Regel eine Preisgarantie von einem Jahr. So halten Verbraucher den Gaspreis auf dem jetzigen Niveau und kommen bequem über den nächsten Winter. So können bei einem Vierpersonenhaushalt locker einige hundert Euro gespart werden.

Der Wechsel zu einem anderen Anbieter ist ganz einfach. Ein Vertragsabschluss mit dem neuen Versorger genügt. Dieser erledigt alle nötigen Schritte. Der Gaszähler muss nicht ausgetauscht werden und es kommt auch zu keiner Unterbrechung bei der Gaslieferung.

Quelle: n-tv.de

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