Ratgeber

Wenn's um Baufinanzierung geht Hamburg hat die besten Berater

Fehler bei der Immobilienfinanzierung rächen sich noch viele Jahre später. Dennoch nehmen es viele Banken mit der Beratung nicht so genau. Da werden Kosten verschwiegen und wichtige Informationen werden nicht abgefragt. Doch es gibt rühmliche Ausnahmen - und die besten Berater sitzen im Norden.

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Baugeld ist gerade günstig wie selten zuvor.

(Foto: Ernst Rose, pixelio.de)

Trotz günstiger Zinsen bleibt der Immobilienkauf für die meisten Menschen die weitreichendste finanzielle Entscheidung ihres Lebens. Meist verschuldet man sich über Jahrzehnte. Umso wichtiger ist, eine günstige Finanzierung, die genau auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist. Das Deutsche Institut für Servicequalität hat im Auftrag von n-tv geprüft, wie Banken mit dem Thema Baufinanzierung umgehen. Bei 14 überregionalen und regional aktiven Banken und Sparkassen holten die Tester Finanzierungsvorschläge ein und ließen sich beraten. Die Konditionen flossen dabei zu gleichen Teilen ins Testergebnis ein wie die Leistung der Berater.

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Dabei hatten es die Banken mit zwei Modellfällen zu tun. Die Testkunden erkundigten sich entweder nach einem Forwarddarlehen oder nach einer Sofortfinanzierung. Wieder mal zeigte sich, dass Vergleichen lohnt: Bei der Sofortfinanzierung gab es Zinsunterschiede zwischen 0,48 und 0,85 Prozent, je nach Zinsbindung und Tilgungshöhe. Beim Forwarddarlehen lagen der niedrigste und der höchste Effektivzins um 0,59 bis 0,71 Prozentpunkte auseinander. Flexible Optionen sind oft teurer: Sondertilgungen, Tilgungsaussetzung oder Tilgungsänderungen lassen sich viele Institute extra bezahlen. Am günstigsten kamen die Testkunden bei der HypoVereinsbank und der Targobank weg. Unter den Regionalanbietern hatte die Sparda Bank Hamburg die Nase vorn.

Probleme wiederholen sich


Punkte sammelten die Hamburger auch bei der Beratung. Insbesondere bei der Bedarfsanalyse hoben sich die Berater positiv von der Konkurrenz ab. Das Problem ist im Allgemeinen nämlich das gleiche wie schon in den Vorjahrestests: Die Berater interessieren sich zu wenig für die Bedürfnisse des Kunden. Nur jeder Fünfte fragte nach dem Beruf und auch andere zentrale Informationen wie bestehende Geldreserven oder vorhandene Kredite kamen in vielen Fällen nicht zur Sprache. Auch beim Thema Fördermöglichkeiten, etwa KfW-Darlehen, hielt sich jeder zweite Berater bedeckt. Bei knapp einem Drittel der Testbesuche wurden die genauen Nebenkosten und Gebührenstrukturen nicht detailliert oder nicht verständlich genug dargelegt. Und auch in den unverbindlichen Finanzierungsvorschlägen tauchten diese Posten oft nicht auf. Manchmal gingen die Kunden auch ganz ohne schriftlichen Finanzierungsvorschlag nach Hause. Eine professionelle Beratung sollte anders aussehen. 

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Die Gesamtwertung.

Die besten Chancen auf gute Beratung haben Bauwillige im Norden: Zum Beispiel bei der Hamburger Sparkasse, wo die Mitarbeiter sehr individuell und gewissenhaft auf die Bedürfnisse der Kunden eingingen und auch Nebenkosten nicht verschwiegen. Oder bei der Hamburger Volksbank, deren Berater ebenfalls mit hoher Lösungskompetenz glänzten. Damit sicherte sich die Bank auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Den Testsieg fährt allerdings die Sparda-Bank Hamburg ein, die nicht  nur mit ausführlichen Finanzierungsvorschlägen überzeugte, sondern auch mit ihren günstigen und flexiblen Darlehen. Auf den dritten Rang im Gesamttest schaffte es die HypoVereinsbank. Das lag allerdings weniger an der Beratung, bei der die DISQ-Tester noch Schwächen ausmachten.  Dafür wurden den Kunden hier besonders günstige Konditionen angeboten. Wenn allein der Preis entscheidet, kommt man bei den Münchnern also am besten weg.      

Baugeld im Vergleich

Quelle: ntv.de

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