Ratgeber

Frühstück mit Öko-Test Hat Toastbrot einen Toast verdient?

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Ja, warum nicht?

(Foto: imago/Westend61)

Quadratisch, praktisch, gut. Der Werbeslogan könnte auch zu Toastbrot passen, wird aber auch bereits anderweitig verwendet. Zudem muss auch noch herausgefunden werden, ob das Fertigbrot wirklich gut ist. Was Öko-Test übernommen hat.

Frühstück ist ja zuletzt etwas aus der Mode gekommen. Was daran liegt, dass die Menschen es kaum erwarten können, mit leerem Magen an ihren Arbeitsplatz oder die Schulbank zu kommen. Oder auch weil sie im Bemühen um Langlebigkeit das 16/8-Fasten betreiben. Hier darf dann nur innerhalb von acht Stunden reingehauen werden. Den Rest des Tages hat der Magen Ruhe.

Ungeachtet solcher Entwicklungen lassen es sich aber immer noch genug Leute am Morgen schmecken. Dann kommt entweder Müsli oder Porridge auf den Löffel oder Brot auf den Teller. Oder noch besser frische Brötchen. Wer's nicht zum Bäcker schafft, beißt auch schon mal in ein Toastbrot. Ist ja auch eine leckere Sache, wenn die Butter auf dem noch warmen, frisch gerösteten Fertigbrotquadrat zerfließt.

Toastbrot also. Heute auch gerne mit Biss. Zu diesem Zweck kamen bei Öko-Test 20 Vollkorn-, Körner- und Dinkeltoastbrote auf den Frühstückstisch. Ergebnis? Ganz annehmbar. Insgesamt können die Tester mehr als die Hälfte der Produkte mit dem Gesamturteil "sehr gut" oder "gut" empfehlen. Acht Produkte sind allerdings mit Mineralöl belastet. Ausgerechnet zwei Bio-Toastbrote fallen wegen erheblicher Belastungen mit Mineralölbestandteilen durch. Das "Backhaus Bioland Vollkorn Toast" ("mangelhaft") mit rund 45 Milligramm Mineralölbestandteilen (MOSH) pro Kilogramm. MOSH reichern sich in menschlichen Organen an. Darum sollte ihr Gehalt in Lebensmitteln so gering wie möglich sein.

Bienen und Menschen gefährdet?

Auch das "Ammerländer Bio Vollkorn Sandwich" ("ungenügend") landet mit seinen Mineralölbelastungen in diesem Test im roten Bereich. Neben MOSH hat das beauftragte Labor in diesem Toastbrot zudem aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen. Zu dieser problematischen Stoffgruppe können auch krebserregende Substanzen gehören.

Im "Goldblume Vollkorntoast" ("gut") von Norma und im Markenprodukt "Golden Toast Körner Harmonie Toast" ("befriedigend") von Lieken wies das Labor Spuren des bedenklichen Pestizids Deltamethrin nach. Gesundheitlich sind diese geringen Werte zwar unproblematisch. Aber die Verwendung von Deltamethrin im Getreideanbau gefährdet unter anderem Bienen.

Das "Herzberger Bio 100 % Vollkorn Toastbrot" und das "Ammerländer Bio Vollkorn Sandwich" enthalten mit mehr als 1,2 Gramm pro 100 Gramm Toast zu viel Salz. In Finnland muss frisches Brot mit mehr als 1,2 Prozent Salzanteil schon seit 1993 einen Warnhinweis tragen.

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Das war's dann aber auch schon mit der Mängelliste. Den Rest der Toasts kann man sich bedenkenlos schmecken lassen. Für "sehr gut" sind nachfolgende Produkte befunden worden: "Goldähren Vollkorn Toast" von Aldi Süd (0,69 Euro pro 500 Gramm), "Golden Toast Vollkorn Toast" von Lieken (1,27 Euro), "Grafschafter Vollkorn Toast" von Lidl (0,67 Euro), "Harry Vollkorn Toast" von Harry Brot (1,18 Euro), "Jeden Tag Vollkorn Toast" von der Zentralen Handelsgesellschaft (0,59 Euro), "K-Classic Vollkorn-Toast" von Kaufland (0,57 Euro) und das "Kornmühle Vollkorn Toast" von Netto (0,58 Euro).

Der gesamte Test ist bei Öko-Test ab sofort gratis abrufbar.

Quelle: ntv.de, awi

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