Ratgeber

Matratzen im Test Hier liegen Sie richtig

Ein Drittel seiner Lebenszeit verbringt der Mensch im Bett. Da sollte man schon richtig gut liegen. Wichtigstes Utensil: die Matratze. Grund genug für die Stiftung Warentest, einmal ausführlich probezuliegen.

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Egal ob alleine oder zu zweit: Das A und O ist das ausgiebige Probeliegen

(Foto: imago/imagebroker)

Die richtige Matratze ist Gold wert. Schließlich dient die Zeit im Bett auch der dringend erforderlichen Erholu ng. Umso schlimmer, wenn die Nachtruhe durch eine miese Schlafstatt gestört ist. Doch Matratze ist nicht gleich Matratze. Soll es eine aus Latex oder Schaum­stoff sein? Oder besser doch Boxspring oder Federkern? Die Stiftung Warentest hat genau hingeschaut und große Unterschiede bei Preis und Qualität festgestellt.

Grundsätzlich stellten die Tester fest, dass eine gute Matratze den Körper in Rücken- und Seitenlage gut abstützt. Dabei passt sie sich in der Rückenlage so an, dass die Doppel-S-Form der Wirbelsäule erhalten bleibt und in Seitenlage lässt sie Schulter und Becken so tief einsinken, dass sich zwischen Halswirbelsäule und Steißbein eine gerade Linie bildet.

Getestet wurden 24 neue Modelle der Typen Latex, Kaltschaum und Boxspring. Zudem wurden die besten noch erhältlichen Taschenfederkern- und Kaltschaummatratzen herausgefiltert. Insgesamt haben die Tester mit drei gut bewerteten Exemplaren am besten auf Latexmatratzen gelegen. Namentlich waren dies die "All­natura Naturlatex-Mat­ratze Supra-Comfort Allergie" für 680 Euro – Testurteil "gut"/2,2, die "Wasch­bär Natur­mat­ratze Latex 1" ("gut"/2,3/700 Euro) und die "Sembella Belair Clima Natur mit Bezug Aqua"-Matratze (gut/2,5/695 Euro). Insgesamt konnten Latexmatratzen durch eine gute Wärmedämmung und eine gute Dauerhaltbarkeit überzeugen.

Liegekuhlen und Härteverluste

Bei den bei Schläfern am beliebtesten Kaltschaummatratzen gab es insgesamt keine einzige gute Bewertung. Dies liegt vor allem daran, dass sich hier bei längerem horizontalem Aufenthalt sogenannte Liegekuhlen bilden, die eine gesunde Schlafhaltung verhindern und auch die Bewegungsfreiheit einschränken. Am besten schnitten die "Pan­ther QXSchaum­mat­ratze" ("befriedigend/2,8/700 Euro), die "ErgoMAXX River"-Matratze ("befriedigend/2,8/249 Euro) sowie die "Dunlopillo Dynamic Per­fect" ("befriedigend/2,8/520 Euro) ab.

Und auch die trendigen Boxspring-Matratzen konnten die Tester nicht wirklich überzeugen. In diesem Segment werden bei längerer Nutzung Härteverluste und auch Liegekuhlen bemängelt. Für die "Musterring Evolution"-Matratze reicht es aber dennoch zu einem "gut" (2,3). Allerdings müssen für dieses Modell auch 2700 Euro berappt werden.

Überzeugen im Test konnte hingegen der Klassiker unter den Schlafstätten, die Federkernmatratze. Auf Grund des guten Feuchtigkeitstransports und der geringen Wärmedämmung ist diese Matratze vor allem für starke Schwitzer und all jene geeignet, denen es schnell zu warm wird. Mit der Zeit bilden sich auch hier leider Kuhlen. Dennoch wurden einige der noch erhältliche Modelle mit "gut" bewertet. So zum Beispiel die "Tchibo/irisette 7-Zonen-Tonnentaschenfederkern­mat­ratze" (2,5/249 Euro), die "Musterring Ortho­matic TT2" (2,4/465 Euro) oder die "Badenia irisette Lotus TFK"-Matratze (2,5/299 Euro).

Doch egal, welcher Matratzentyp bevorzugt wird, das A und O ist das ausgiebige Probeliegen. Hier ist zu beachten, dass Seitenschläfer mit Schultern und Becken ähnlich tief und nicht zu stark einsinken. Rückenschläfer hingegen dürfen nicht das Gefühl haben, auf einer Hängematte zu liegen.

Quelle: n-tv.de, awi

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