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Alternative Banken können punkten Idealist sein lohnt sich endlich

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(Foto: imago stock&people)

Eine Bank nach der anderen erhebt oder erhöht Gebühren für das Girokonto. Das steigert die Attraktivität von alternativen Banken. Für jene, denen die korrekten Geldinstitute bisher zu teuer waren, bieten sich nun die Möglichkeit, ohne draufzuzahlen ein Gutmensch zu sein.

Ob Sparkasse oder Postbank, die Gebühren für das im Alltag unentbehrliche Girokonto steigen - zum Teil sogar drastisch. Damit möchten die Geldinstitute kompensieren, dass es für sie zunehmend schwieriger wird, Geld teurer zu verleihen, als sie es selbst geliehen bekommen. Der Grund? Wie immer die Niedrigzins- beziehungsweise Strafzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

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Quelle: Vergleich.org

Wie so oft im Leben ist des einen Leid, des anderen Freud. Denn lange waren alternative Banken die einzigen Geldinstitute, die Kontoführungsgebühren von ihren Kunden verlangten. Den Verbrauchern waren für diesen Preis nachhaltig-ökologische und sozial-ethische Investments der Bank garantiert. Doch vielen war ein Konto trotz entsprechender Gesinnung dennoch zu teuer. So konnte zwar Geld gespart, bezahlt musste aber trotzdem werden - mit einem schlechten Gewissen.

Doch diese Zeiten sind einstweilen vorbei, wie das Onlineportal Vergleich.org feststellt. Zwar liegen die durchschnittlichen monatlichen Gebühren für ein Girokonto bei alternativen Geldhäusern wie Triodos Bank, GLS Bank, EthikBank oder Steyler Bank im Schnitt bei 4 Euro, während traditionelle Banken nur 3,50 Euro fordern. Doch die Kosten verstecken sich bei Letzteren in Nebenleistungen und im Kleingedruckten, wie das Portal feststellt. Denn Lastschriften oder zu niedrige Geldeingänge im Monat können die Kosten nachträglich in die Höhe treiben.

So bietet die Berliner Sparkasse ein scheinbar günstiges Individual-Konto für 1 Euro im Monat an. Der Verbraucher zahlt jedoch für jede Transaktion 0,30 Cent zusätzlich. So kommt ein Normalverbraucher mit Überweisungen und Geldabheben am Automaten schnell auf mehr als 100 Transaktionen im Jahr - also 30 Euro, zuzüglich 12 Euro Grundgebühr. Damit ist das Individual-Konto bereits teurer als das alternative Konto der Steyler Bank (siehe Grafik).

Die besten Konditionen für alternative Banken finden sich bei Direktbanken und Kirchenbanken ohne Filialen. Für ein Gesamtpaket aus Girokonto, BankCard und Kreditkarte berechnen sie Gebühren zwischen 70 Euro und 85 Euro im Jahr. Hingegen veranschlagt die Berliner Volksbank ganze 96 Euro jährlich. Wem das Idealistsein dennoch zu teuer ist, sollte wissen, das die günstigsten Preise am Markt nach wie vor die klassische Direktbanken wie comdirect, DKB oder ING-DiBa zu bieten haben.

So klappt der Kontowechsel

Quelle: n-tv.de, awi

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