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Ab 2. Mai im Geldautomaten Jetzt kommen die neuen Fünfer

Wer in den nächsten Tagen verdächtig anders aussehende Fünf-Euro-Scheine in die Hände bekommt, hat es nicht unbedingt mit Falschgeld zu tun. Möglicherweise handelt es sich um Banknoten der neuen Serie, die ab Donnerstag unters Volk gebracht werden.

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Wasserzeichen und Sicherheitsstreifen erkennt man nur im Gegenlicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Fünf-Euro-Scheine kommen hierzulande eher selten aus Geldautomate n. Doch wer diese Woche welche zieht, der sollte sie sich genauer anschauen. Vielleicht handelt es sich schon um Scheine der nächsten Generation. Ab dem 2. Mai bringt die Europäische Zentralbank Fünf-Euro-Noten der neuen Serie in Umlauf, ausgegeben werden sie an Geldautomaten und Bankschaltern. Die neuen Geldscheine sehen nicht nur etwas anders aus als die alten, sie sollen auch fälschungssicherer sein.

Neu hinzugekommen ist die sogenannte Smaragdzahl: Das aufgedruckte Wertzeichen – in diesem Fall die  "5" – gab es zwar schon vorher links bzw. rechts unten auf der Banknote. In der neuen Serie verändert es je nach Blickwinkel die Farbe von smaragdgrün zu tiefblau. Bislang gab es dieses Extra nur bei den 50-Euro-Scheinen und aufwärts. Der Sicherheitsfaden in der Mitte der Banknote bleibt erhalten. Man erkennt ihn nur im Gegenlicht. In der neuen Version erscheint darauf nun nicht mehr das Wort "Euro" in sehr kleiner Schrift, sondern nur noch das Euro-Symbol.

Schon zu D-Mark-Zeiten sorgten Wasserzeichen für Fälschungssicherheit. Bei den bisherigen Euro-Scheinen zeigt sich ein architektonisches Detail des Hauptmotivs. Hält man die neuen Euro-Scheine gegen das Licht, erkennt man neben der Wertzahl ein Porträt der griechischen Mythenfigur Europa. Ihr verdanken die neuen Geldscheine die Bezeichnung "Europa-Serie". Das Europa-Motiv findet sich auch noch ein zweites Mal wieder: Auf dem durchgehenden Hologrammstreifen auf der Vorderseite. Kippt man die Banknote, erkennt man über dem Kopf der Europa ein Eurosymbol und darunter das Motiv der Banknote – im Fall der Fünf-Euro-Note ist es ein antikes Tor.

Fühlbar anders

Am linken und am rechten Rand des Scheins kann man kurze Linien ertasten, auch das Hauptmotiv und die Wertzahl sind leicht erhaben. Das neue Relief an der Seite soll Sehbehinderte schnell verraten, mit welchem Schein sie es zu tun haben. Mit dem Prinzip "Fühlen, Sehen, Kippen" sollten Fälschungen leicht zu erkennen sein, das war auch schon bei den bisherigen Euro-Noten so. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass sich Geldfälscher auch von ausgeklügelter Sicherheitstechnik nicht abschrecken lassen. Im vergangenen Jahr lag der Gesamtschaden durch Falschgeld in Deutschland bei 2,2 Millionen Euro. Der Großteil davon traf den Handel, der auf Blüten in der Regel sitzen bleibt, weil sie erst bei der Bank erkannt werden. In der Fälschungsstatistik hat der 20-Euro-Schein den 50ern übrigens den Rang abgelaufen. Er wird aber erst im Jahr 2015 umgestellt.

Im nächsten Jahr starten erstmal die neuen Zehn-Euro-Scheine, die übrigen Stückelungen werden in den nächsten Jahren in aufsteigender Reihenfolge eingeführt. Der 500-Euro-Schein ist 2019 dran. Die alte Serie läuft zunächst parallel weiter. Erst später werden die Banknoten nach und nach aus dem Verkehr gezogen und können dann auch nicht mehr zum Bezahlen verwendet werden.  

Quelle: n-tv.de, ino

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