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Erkältungswelle zeigt Wirkung Kasse meldet Krankheitsrekord

Fast drei Wochen war im vergangenen Jahr jeder Arbeitnehmer krankgeschrieben - rein statistisch betrachtet. Das Jahr 2013 hält damit einen Negativrekord bei den Krankmeldungen. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Heilkräuter statt Büroluft: 2013 fanden Krankmeldungen in rekordverdächtigem Ausmaß statt. Das hat die Techniker Krankenkasse ermittelt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Heilkräuter statt Büroluft: 2013 fanden Krankmeldungen in rekordverdächtigem Ausmaß statt. Das hat die Techniker Krankenkasse ermittelt.

(Foto: dpa)

Arbeitnehmer in Deutschland haben sich 2013 so oft krankgemeldet wie seit 14 Jahren nicht mehr. N ach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) trieb die starke Erkältungswelle den Krankenstand ihrer Versicherten wieder über die Vier-Prozent-Marke. Im vergangenen Jahr waren demnach im Schnitt 4,02 Prozent der Beschäftigten und Empfänger von Arbeitslosengeld I arbeitsunfähig. "Dies entspricht einer Fehlzeit von 14,7 Tagen pro Person - knapp einen halben Tag mehr als in 2012", teilte die größte gesetzliche Kasse mit.

Allein die Fehlzeiten aufgrund von Erkältungskrankheiten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 Prozent, hieß es. Der Höhepunkt der Schnupfenzeit war demnach am 21. Februar 2013: "Der Krankenstand lag an diesem Tag insgesamt bei rekordverdächtigen 5,81 Prozent." In den Unternehmen fehlten demnach zwei Prozent der Belegschaften allein aufgrund von Atemwegserkrankungen.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Erstmals in der Geschichte der TK-Gesundheitsberichterstattung haben Krankschreibungen aufgrund von psychischen Störungen nicht weiter zugenommen. Nachdem die TK bei psychisch bedingten Krankschreibungen in den letzten zehn Jahren jährliche Steigerungsraten von fünf bis acht Prozent verzeichnete, liegen die Fehlzeiten aufgrund von Depressionen, Belastungsstörungen etc. mit 2,5 Tagen je Erwerbsperson in 2013 auf Vorjahresniveau.

Die Zahlen sind Vorab-Daten des TK-Gesundheitsreports 2014. Dafür hat die Kasse die Krankschreibungen der 4,1 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen analysiert.

Der jährlich erscheinende Gesundheitsreport befasst sich traditionell in zwei Hauptabschnitten mit Arbeitsunfähigkeiten sowie mit Arzneimittelverordnungen bei Erwerbspersonen, zu denen neben den Berufstätigen auch Bezieher von Arbeitslosengeld gezählt werden. Der vollständige Bericht mit den Arbeitsunfähigkeitsdaten erscheint im April.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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