Ratgeber

Weniger Gebühren Mit Depotwechsel bis zu 800 Euro sparen

imago65274403h.jpg

Anleger müssen die Depotkosten gut im Blick behalten - sonst ist das Geld aus der Rendite manchmal schneller weg, als man denkt.

(Foto: imago/blickwinkel)

Kosten für Handel und Verwahrung von Wertpapieren summieren sich schnell - vor allem, wenn viele Transaktionen erfolgen. Wer Wertpapiere besitzt, sollte deshalb unbedingt ein Depot wählen, das seinem Anlageverhalten entgegenkommt.

Bei Wertpapierdepots können unterschiedliche Kosten anfallen, einerseits für den Handel von Aktien oder Fonds, andererseits für die Verwahrung der Wertpapiere. Unter Umständen sparen Anleger durch einen simplen Wechsel mehrere hundert Euro pro Jahr.

Das zeigt ein aktueller Test der Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 12/2018). In Extremfällen kann sich je nach Anlegertyp innerhalb eines Depots sogar ein Unterschied von mehr als 800 Euro bei den jährlichen Kosten ergeben. Bei vielen Direktbanken ist die Verwaltung sogar kostenlos. Zudem profitieren Anleger von nied­rigen Handels­kosten und zahlen oft deutlich weniger für den Kauf und Verkauf von­ Wertpapieren.

Die Tester haben insgesamt bei 30 Angeboten die Depotgebühren und die Provisionen für Transaktionen verglichen. Das Ergebnis: Wer kaum mit Wertpapieren handelt, aber schon einen Bestand hat, sollte vor allem auf eine kostenlose Verwahrung achten. Finanztest empfiehlt passive Anlegern Depots ohne Nebenbedingungen - etwa der BBBank, Consorsbank, Deutschen Bank Maxblue, DKB, Flatex, ING-Diba, NIBC Direct, Onvista Bank, Postbank, Targo-Bank, Wüstenrot Bank und 1822 direkt.

Wer häufig global streuende Indexfonds (ETF) und Wertpapiere kauft oder verkauft, für den lohnt sich nach Angaben der Tester ein Depot etwa bei der Onvista Bank und Flatex. Bei Flatex ist allerdings anzumerken, dass die Gutschrift von Dividenden ausländischer Aktien kostenpflichtig ist und Guthaben auf dem Verrechnungskonto mit Minuszinsen belastet werden.

Unter den 30 untersuchten Angeboten waren Depots von 13 Direktbanken und Onlinebrokern, 8 bundesweit tätigen Filialbanken sowie 9 regionale Angebote von Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Warentest hat dabei die Kosten von drei Musterdepots jeweils für Anleger, die gar nicht, ab und zu oder oft mit Wertpapieren handeln, verglichen. Darunter waren ein großes Depot mit einem Volumen von 150.000 Euro, ein mittleres mit 50.000 Euro und ein kleines Depot mit 20.000 Euro.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

Mehr zum Thema