Ratgeber

Steuererklärung Neuregelungen für mehr Geld

Bei der Steuererklärung für 2008 müssen Steuerzahler nur wenige gesetzliche Neuregelungen beachten. Am bedeutendsten dürfte für viele Arbeitnehmer die Wiedereinführung der Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer seien. Doch auch andere Neuerungen können dafür sorgen, dass dem Steuerzahler am Ende mehr Geld übrig bleibt.

Pendlerpauschale: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Dezember ist für Berufspendler wieder alles beim alten. Die Pendlerpauschale gilt für Fahrten zum Arbeitsplatz ab dem ersten Kilometer. In der Steuererklärung darf jedoch nur die einfache Wegstrecke zum Arbeitsplatz angegeben werden, wie der Bund der Steuerzahler erklärt.

Umzugskosten: Berufsbedingte Umzüge, etwa wegen des Wechsels an einen neuen Arbeitsplatz, können gegenüber dem Finanzamt wie gehabt geltend gemacht werden. Wer sämtliche Belege für Ausgaben im Zusammenhang mit dem Umzug gesammelt hat, kann sie bei der Finanzbehörde einreichen und in voller Höhe steuerlich absetzen. Daneben besteht aber auch die Möglichkeit, eine Umzugspauschale geltend zu machen. Diese erhöhte sich von bisher 561 auf 585 Euro im Jahr 2008. Zum Jahreswechsel stieg die Pauschale weiter auf 602 Euro. Für Verheiratete gelten die doppelten Beträge.

Haushaltshilfen: Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen wie etwa durch Putzfrauen oder Gärtner können zu einem Fünftel steuerlich geltend gemacht werden - maximal jedoch bis zu 600 Euro. Bei dieser Regelung handelt es sich um eine Steuerermäßigung, das heißt der Steuerzahler bekommt das Geld vollständig zurück. Seit 2008 gilt die Bestimmung auch, wenn die Dienstleistungen außerhalb deutscher Grenzen in einem anderen EU-Land in Anspruch genommen werden - etwa in einem Ferienhaus. Für Pflegedienstleistungen gilt laut Bund der Steuerzahler sogar ein Freibetrag von 1200 Euro. Die Rechnungen müssen nicht mehr beim Finanzamt eingereicht, sondern nur noch für Nachfragen aufbewahrt werden.

Schulgeld: Kosten für den Schulbesuch ihrer Kinder auf Privatschulen oder berufsbildenden Schulen können Eltern zu 30 Prozent steuerlich absetzen. Dabei gilt ein Maximalbetrag von 5000 Euro. Die Kostenbelastungen durch die Schulgebühren können jetzt auch in der Steuererklärung ausgewiesen werden, wenn die Schule im europäischen Ausland liegt.

Zusatzkosten: Der Bund der Steuerzahler empfiehlt, in der Steuererklärung 2008 auch Betriebskosten für das Arbeitszimmer zu Hause und Kosten für den Steuerberater in voller Höhe geltend zu machen. Derzeit verhandeln jedoch noch Gerichte über die Höhe der Absetzbarkeit, beziehungsweise darüber, ob die Kosten überhaupt geltend gemacht werden können. Durch eine entsprechende Angabe in der Steuererklärung halten sich Steuerzahler laut Steuerzahlerbund jedoch die Möglichkeit für einen späteren Einspruch beim Finanzamt offen. Zunächst wird es das Finanzamt jedoch ablehnen, die Kosten zu berücksichtigen.

Quelle: n-tv.de

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