Ratgeber

Girokonten im Finanztest Nur 22 von 209 sind kostenlos

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Verschlechtern sich die Konditionen für Kunden, sollte das Konto gewechselt werden.

(Foto: imago/McPHOTO)

Nicht nur, dass es fürs Ersparte keine Zinsen gibt, auch bei den Kontogebühren verlangen Banken und Sparkassen immer mehr. Was auch für das Girokonto gilt. Aber immerhin, ein paar Gratiskonten gibt es noch.

Nur 22 Girokonten sind fast ohne Wenn und Aber für Verbraucher kostenlos. Das hat Finanztest bei einer aktuellen Auswertung von 209 Kontomodelle bei Banken und Sparkassen herausgefunden. Einzige Voraussetzung: Kunden führen ihr Konto online und nutzen es als Gehalts- oder Rentenkonto. Dafür sind dann aber auch alle Buchungen inklusive, die Girocard kostet nichts, und es sind keine weiteren Bedingungen zu erfüllen.

Zwar bewerben viele Banken ihr Girokonto als kostenlos, tatsächlich fallen aber häufig jede Menge Gebühren an. Denn die Preise für Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften, Kreditkarten und andere Posten sind von Geldinstitut zu Geldinstitut sehr unterschiedlich. Das gilt besonders, wenn Kunden auf Papier überweisen. Bei der Comdirekt Bank kostet das zum Beispiel satte 4,90 Euro. Beauftragt er hierfür einen Mitarbeiter des Telefonservices, zahlt er etwa bei der Targobank 3,50 Euro.

Girokonto kostet mehr als 60 Euro? Wechseln!

Insgesamt wurde von Finanztest 50 Merkmale abge­fragt. So kann sich jeder das Konto aussuchen, das am besten zu ihm passt. Denn jeder Mensch tickt ein biss­chen anders. Der eine braucht vor allem einen Geld­automaten um die Ecke. Der andere legt Wert auf den persönlichen Kontakt zu seinem Bank­mit­arbeiter. Und der Dritte ist auf eine Kreditkarte angewiesen, mit der er im Ausland über­all kostenlos Geld abheben kann.

Als wirklich kostenfrei erwiesen sich bei der Untersuchung beispielsweise die überregional angebotenen Girokonten der Comdirect Bank, der Consorsbank, der DKB, der Norisbank, der ING, der Degussa Bank oder der 1822direkt (Kontoführung per Smartphone).

Ansonsten gilt, wer mehr als 60 Euro im Jahr für sein Girokonto bezahlt, sollte wechseln. Seit fast zwei Jahren haben Bankkunden einen gesetzlichen Anspruch auf Hilfe beim Kontowechsel. Denn im Rahmen des Zahlungskontengesetzes ist seit September 2016 die Bank zur Mithilfe verpflichtet. Alte und neue Bank müssen seitdem beim Kontowechsel zusammenarbeiten. Die bisherige Bank muss eine Übersicht aller Buchungen der vergangenen 13 Monate liefern, die künftige Bank soll alle Zahlungspartner von der neuen Kontoverbindung schriftlich informieren. Beide Banken haften für Schäden, die aus einem fehlgeschlagenen Kontowechsel entstehen.

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Quelle: n-tv.de, awi

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