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Die IBAN kommt Neue Kontonummern - Tipps zur Umstellung

Künftig bekommt jeder eine neue Kontonummer! Und die ist sogar doppelt so lang wie die alte! Das klingt erst einmal kompliziert. Doch mit den richtigen Tipps müssen Sie keine Angst vor der Umstellung haben.

Am 01. Februar 2014 ist es so weit. Dann kommt SEPA. SEPA steht für Single Euro Payments Area – also für einen einheitlichen Euro-Zahlungsraum für Überweisungen und Lastschriften. Für die Verbraucher in Deutschland heißt das: Jeder bekommt eine neue Kontonummer. Die sogenannte IBAN. Sie besteht aus zweiundzwanzig Stellen und setzt sich wie folgt zusammen:

Zuerst der Ländercode – DE für Deutschland, dann eine zweistellige Prüfziffer, dahinter die bisherige Bankleitzahl und Kontonummer. Neu ist auch die BIC, die Internationale Bankleitzahl.

Für die Verbraucher sollen damit europaweite Überweisungen nicht nur schneller und günstiger werden. Es gibt noch mehr Vorteile, wie Tanja Beller vom Bankenverband erläutert: "Man hat jetzt bei Lastschriften europaweit ein acht wochenlanges Rückgaberecht nach der Belastung. Wir kennen ja in Deutschland schon so ein Rückgaberecht von Lastschriften von sechs Wochen, das ist also jetzt noch länger. Und es gibt eine Prüfziffer in der Kontonummer, wenn sie einen Zahlendreher einbauen in der Kontonummer, in der IBAN, wird die Überweisung gar nicht ausgeführt."

Alle Kontoumstellungen laufen automatisch: Lastschriften, Daueraufträge. Die Verbraucher müssen also nichts tun - besser gesagt, fast nichts tun: Denn zur Zeit bekommen die Deutschen Post – von allen, die die Rechnungsgelder per Lastschrift einziehen – also von Versicherungen, Stromversorgern etc. Darin die neuen Kontodaten: Die Kunden sollen ihre IBAN vergleichen.

Nadin Chucher von der Deutschen Bank hat schon bei vielen ihrer Kunden Zahlendreher in den Schreiben gefunden. Der Grund: Bei den großen Unternehmen laufen automatische Umrechnungsprogramme, dabei entstehen manchmal auch Fehler: "Kunden können schon heute ihre IBAN auf ihrem persönlichen Kontoauszug finden, damit können sie sehr schön die Briefe, die sie von den Vertragspartnern erhalten, mit dieser IBAN vergleichen."

Aktiv werden müssen neben den Firmen allerdings die Vereine. Im Gegensatz zu den Privatkunden, müssen die Vereine tatsächlich bis zum 1. Februar handeln, wie Tanja Beller vom Bankenverband erläutert: "Wenn die zum Beispiel Lastschriften einziehen von ihren Mitgliedern, da muss das dann ne Sepalastschrift sein. Also ganz wichtig: man braucht als Verein eine Gläubiger-ID so heißt das, eine Mandatsreferenz, es sind wirklich viele Vorarbeiten, sie müssen sofort handeln."

Unter der Bundesbankseite www.sepadeutschland.de finden vereine, aber auch alle anderen Interessierte genaue Informationen zu SEPA.

Fazit: Bei Überweisungen innerhalb Europas geht’s ab 1. Februar mit der IBAN schneller und günstiger. Bei Lastschriften gilt es die Kontodaten zu vergleichen, damit die Rechnungen pünktlich bezahlt werden. Ansonsten läuft die Konto-Umstellung bei Privatkunden automatisch. Und wer sich mit der neuen Regelung nicht gleich anfreunden kann, bekommt bei Überweisungen im Inland eine Gnadenfrist bis Februar 2016. Solang dürfen bei den meisten Banken nämlich noch die alten Kontodaten verwendet werden.

Quelle: ntv.de

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