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Schneller und günstiger Welche Tablets sich wirklich lohnen

Besonders trendy sind ohne Zweifel Tablets als Technik-Geschenk unterm Weihnachtsbaum. Und da herrscht ein heißer Kampf der Giganten: Apple, Nokia, Microsoft, Amazon, Google – alle haben erst vor kurzem neue Geräte auf den Markt geworfen...

Konkurrenz belebt das Geschäft. Bei fast keinem Markt scheint das so stark zuzutreffen, wie auf dem der Tablet-PCs. Immer mehr neue Geräte gibt es und alte Versionen werden ständig von neuen abgelöst.  Und die sehen ihren Vorgängern oft verdammt ähnlich. Aber laut Alexander Spier von der Computerzeitschrift C´t hat sich auf dem zweiten Blick einiges getan: "Sie sind dünner geworden. Und sie sind leichter geworden. Das ist so die normale Modellpolitik. Schönere Displays und schnellere Prozessoren. Das ist der Standard erst mal. "

Apples fünftes Tablet trägt passenderweise den Namen iPad Air. Es ist schmaler und wiegt ein Viertel weniger als das Vorgänger-Modelle. Dazu gabs einen schnelleren Prozessor – auch für das iPad Mini 2. Der kleine Bruder ist zwar nicht dünner geworden, hat jetzt aber auch ein Retina-Display. Das ipad Air gibt es ab knapp 480 Euro zu kaufen - und das ipad Mini 2 ab etwa 380 Euro.

Tablet-Expert Alexander Spier emfiehlt: Wem das zu viel ist, sollte nach den Vorgänger-Versionen schauen. Dazu braucht man allerdings etwas Glück:  "Das ist immer das Problem, dass Apple die Vorgänger-Version immer sofort raus nimmt, wenn das neue Gerät kommt. "

In den Läden gibt es aber auch ausreichend Alternativen zu Apple. Dieses Jahr werden laut Branchenverband Bitkom mehr als acht Millionen Geräte in Deutschland verkauft.

Microsoft setzt bei seinen beiden neuen Surfaces weiter auf große Displays. Das klassische Surface 2 mit dem Betriebssystem Windows RT ist vor allem zum Mailen und Surfen geeignet. Im etwas größeren Surface Pro 2 steckt dagegen Windows 8.1: "Das kann auch normale Windows Apps ausführen, man kann darauf spielen, und ein richtiges Office benutzen. Es sind die ganzen Anwendungen, die man auf seinem Rechner verwenden kann und es ist trotzdem schnell. Es ist schon fast ein Notebook. ", so Alexander Spier.

Das Surface Pro 2 gibt es aber auch erst ab 880 Euro. Die Windows-RT-Variante Surface 2 kostet immerhin noch knapp 430 Euro.

Je teurer Geräte sind, um so schwerer dürften sie es künftig am Markt haben. Laut Branchenexperten verkaufen sich Geräte unter 400 Euro am besten. Denn obwohl es Tablets erst seit 2010 gibt, hat die immer stärkere Konkurrenz zu einem enormen Preisverfall geführt.

Günstige Geräte kommen vor allem mit dem Betriebssystem Android. Hier muss man laut Alexander Spier allerdings beim Kauf darauf achten, dass unterschiedliche Android-Versionen gibt: "Bei Google krieg man das reine Android. Also man kriegt nur die Oberfläche, die Google vorgesehen hat. Alle anderen Hersteller legen Wert auf eine eigene Oberfläche, die sich mal mehr und mal weniger an Google orientiert. Aber oft überladen ist, eigene Software mitbringt, die man nicht unbedingt braucht. Da muss man sich überlegen, gefällt mir das."

Ein reines Google TABLET ist zum Beispiel das neue Nexus 7. Es kostet ab 229 Euro.

Das gleich große Kindle Fire HDX von Amazon gibt es für den gleichen Preis zu kaufen - allerdings laufen auf dem Gerät nur Android-Apps aus dem hauseigenen Amazon-Shop. Auch nur hier kann man Bücher und Filme kaufen. Vor allzu günstigen Schnäppchen am Markt warnt Alexander Spier: "Alles was so unter 200 Euro ist, bei den zehn Zollern und unter 100 Euro bei den sieben Zollern. Da muss man sehr genau hinschauen. Es kann sein, dass man ein Schnäppchen macht. Aber in der Regel sind die einfach nicht gut genug."

Das Asus Memopad und das Acer B1 sind laut dem Experten eine gute Wahl bei den 7-Zöllern. Es gibt sie ab 110 Euro. Bei den 10 Zoll großen Geräten überzeugt ihn das Samsung Galaxy Tab 3, dass man ab 290 Euro kaufen kann. 

Jedes Gerät wird teurer, sobald darin mehr Speicher stecken als die Grundausstattung vorsieht. Auch Tastaturen kosten extra. Außerdem sollte man sich überlegen, wann man wo mit einem Tablet ins Internet gehen will. Die Mobilfunk-Option kostet rund 100 Euro mehr und lohnt sich vor allem für kleine, leichte Tablets, die man auch mal unterwegs mitnimmt. Schwerere, zehn und mehr Zoll große Geräte sind dagegen vor allem für zu Hause als Computer-Ersatz oder zum Video gucken und Spiele spielen geeignet.

Quelle: n-tv.de