Ratgeber

Energiewende wird für Bürger teurer Tipps zum Stromsparen

Die Öko-Umlage soll um knapp 5,3 Cent pro Kilowattstunde steigen. Vielen Verbrauchern hilft da nur noch, Strom zu sparen. Wer das will, muss investieren oder sein Verhalten ändern - oder beides. Dazu hier einige einfache Tipps.

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Energie sparen ist ein Möglichkeit, Geld zu sparen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Verbraucher in Deutschland müssen im kommenden Jahr mit satten Strompreiserhöhungen rechnen. Die auf den Strompreis aufgeschlagene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt um 47 Prozent auf 5,277 Cent je Kilowattstunde, wie die vier für die Verwaltung der Förderzahlungen zuständigen Übertragungsnetzbetreiber am Montag bestätigten.

Dies würde für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeuten, dass allein diese Zusatzkosten beim Strompreis von 125 auf knapp 185 Euro steigen - ohne Mehrwertsteuer. Auch wenn die Zahl schon nach ihrem Durchsickern Mitte vergangener Woche eine heftige Debatte ausgelöst hat, ob ein Ausufern der Kosten bei der Energiewende droht - vielen Verbrauchern dürfte in Zukunft vor allem eines nutzen: Energie sparen. Verbraucher müssen dafür entweder ihr Verhalten ändern oder investieren - oder beides. Ein paar Tipps der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg:

Geräte nur anschalten, wenn sie gebraucht werden

Fernseher etwa dienen nach Erfahrung der Verbraucherzentrale oft als "modernes Lagerfeuer". Das Programm läuft, aber niemand schaut hin. Auch Radios dudeln häufig, ohne dass jemand zuhört. Aufladegeräte vom Netz ziehen, wenn sie nicht verwendet werden. Auch sollte man Geräte nur so lange laden, bis die Akkus voll sind. Jede Minute länger ist Stromverschwendung.

Geräte optimal nutzen

Wer nur einen halben Liter kochendes Wasser braucht, aber zwei Liter in seinem Kocher erhitzt, verbraucht unnötig Strom. Auch Spül- und Waschmaschinen sollten nur voll eingeschaltet werden. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale wird oft zu heiß gewaschen. Fast jede Wäsche werde bei 30 und 40 Grad sauber.

In neue Technik investieren

Erste Anschaffung ist eine Steckerleiste mit Kippschalter. Dort können alle Geräte eingesteckt werden, die immer auf Stand-by stehen. Sie lassen sich dann mit einem Griff abschalten. Lohnenswert sind auch LED-Lampen, deren Anschaffungskosten sich jedoch erst nach Monaten bezahlt machen. Nicht zuletzt zahlt sich aus, ältere Haushaltsgeräte auszutauschen, allerdings nur dann, wenn die Kunden beim Neukauf auf den Energieverbrauch achten.

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Quelle: ntv.de, dpa

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