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Tratsch, Alkohol und heiße Tänze Was bei Weihnachtsfeiern zu beachten ist

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Wer nicht zur Weihnachtsfeier kommt, sollte einen guten Grund haben.

picture alliance / dpa

Auf Weihnachtsfeiern geht es gerne locker zu - was gerade in Betrieben manche Peinlichkeiten in sich birgt. Der Deutsche Knigge-Rat und die Deutsche Knigge Gesellschaft haben einige Regeln" für die Festivität parat:

Muss ich unbedingt zur Weihnachtsfeier?

Ja, sagten die Experten. Das Fernbleiben ohne wichtigen Grund könnte von den Kollegen als Desinteresse an einem harmonischen Betriebsklima ausgelegt werden. Wer an der Weihnachtsfeier nicht teilnimmt, gilt womöglich als arrogant und läuft Gefahr, sich zum Außenseiter machen.

Wie viel Alkohol ist zulässig?

Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr. Denn es gibt auch einen Tag danach. Wer sich auf der Feier weinselig verplappert, kann sich schnell zum Gespött der Kollegen machen.

Kann ich mich locker kleiden?

Im Prinzip sollten Mitarbeiter gekleidet sein wie im Büro, vielleicht ein bisschen festlicher. Bauchfreie Teile haben auf der Weihnachtsfeier nichts verloren. Der Dress-Code lautet: Dezent und gepflegt statt aufreizend, schrill und bunt.

Ist Flirten erlaubt?

Laut einer Umfrage der Partnervermittlung ElitePartner hatte ein Drittel der Singles schon einmal einen Weihnachtsfeier-Flirt, und knapp die Hälfte wäre auf der Feier einer Knutscherei nicht abgeneigt. Aber Achtung: Das Risiko, am Tag danach zum Hauptthema des Flurfunks zu werden, ist hoch.

Welche Themen sollten auf der Weihnachtsfeier nicht angesprochen werden?

Ärger am Arbeitsplatz und Beschwerden über Kollegen sollte man zu Hause lassen. Gespräche über betriebliche Angelegenheiten sollten generell die Ausnahme bleiben, vor allem wenn Partner, Kunden oder Lieferanten dabei sind, weil die sich sonst langweilen. Wer mit dem Chef plaudert, sollte ihn in diesem Rahmen keinesfalls nach einer Gehaltserhöhung fragen.

Darf ich meinen Vorgesetzten duzen?

Bei einer Weihnachtsfeier geht es um eine richtige Mischung aus Distanz und Nähe. Plumpe Vertraulichkeiten und alkoholgeschwängerte Duz-Angebote sind fehl am Platze. Bietet der Chef das Du an, sollte der Mitarbeiter dies aber annehmen. Nach Knigge steht dem Vorgesetzten das Anbieten auch zu. Ist sich der Mitarbeiter am nächsten Tag nicht sicher, ob der Chef sich noch daran erinnert, heißt es abwarten. Besser ist es, ihn dann vorsichtshalber in der dritten Person anzureden: "Sollte man heute nicht..."

Bin ich auf der Weihnachtsfeier versichert?

Wer sich auf einer Betriebsfeier oder dem Weg dorthin zum Beispiel das Bein bricht, ist gesetzlich unfallversichert. Voraussetzung ist, dass es sich um eine offizielle Weihnachtsfeier handelt und der Chef eingeladen hat. Wer mit seinen Kollegen noch weiter um die Häuser zieht, tut das auf eigene Gefahr.

Alkoholkonsum gefährdet den Versicherungsschutz. Wer nach zuviel Glühwein, Bier und Schnaps auf dem Nachhauseweg stürzt oder einen Unfall mit dem Auto baut, kann nicht auf Zahlungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung bauen.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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