Ratgeber

Altersvorsorge Welche Banken gut beraten

Beim Thema Altersvorsorge kann man eine Menge falsch machen, Beratung ist für Laien wichtig. Doch wie gestalten die Finanzinstitute die Altersvorsorgeberatung? Kundenorientiert und transparent oder provisionsgetrieben und ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Anleger?

Finanzplan: Laut einer Umfrage legen die meisten Deutschen nur kurzfristig Geld zurück. Nur ein gutes Drittel planen langfristig für ihre Rente. (Bild: dpa/tmn)

Rente: Mit richtiger Beratungvermeidet man teure Fehler.

Klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung? Riester oder Rürup? Immobilie kaufen oder Mieter bleiben? Um die richtige Strategie für die Altersvorsorge zu finden, müssen Banken Kundenwünsche eingehend analysieren. Doch Berater ermitteln den Kundenbedarf allenfalls ausreichend, so das ernüchternde Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ). Im Auftrag von n-tv besuchten verdeckte Testkunden insgesamt 15 Banken und Sparkassen in Berlin, Hamburg und München, sechs davon überregionale Institute. Insgesamt ließen sie sich 150 Mal beraten.

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Bei der persönlichen Beratung erzielten die Banken im Schnitt ein gutes Qualitätsurteil. Die Mitarbeiter nahmen sich etwa eine Stunde für die Gespräche Zeit und stellten die komplexen Vorsorgethemen sehr verständlich dar. Die Schwächen lagen im Detail, etwa bei der Berechnung der Rentenlücke: "Obwohl die finanzielle Versorgungslücke die Basis für die Auswahl geeigneter Produkte darstellt, wurde sie nur in weniger als der Hälfte der Gespräche erwähnt oder berechnet", kritisiert DISQ-Chef Markus Hamer. Auch in den ausgehändigten Beratungsunterlagen wurde dieses Thema nur in jedem vierten Fall erwähnt. Überhaupt haperte es an den Unterlagen: Insgesamt erstellten nicht alle Berater Unterlagen mit einem konkreten Vorschlag für die Altersvorsorge, zusätzliche Produktinformationen oder Modellberechnungen suchten die Testkunden zum Teil vergebens.

Mehr Verkäufer als Berater

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Alle Banken im Überblick.

Bisweilen ließen die Berater das Interesse am Kunden vermissen: Oft wurde die persönliche Situation nur unzureichend analysiert, etwa nach Einkommen und Krediten gefragt. Dabei sollte es einen Berater schon interessieren, wie viel der Kunde überhaupt für seien Altersvorsorge zurücklegen kann. Auffällig auch, wie oft provisionsträchtige Produkte wie etwa Riester-Fondssparpläne empfohlen wurden. Da liegt der Verdacht nahe, dass es Beratern meistens eher darum geht, Vertriebsziele zu erfüllen, als das beste Produkt zu verkaufen.   

Testsieger wurde die Berliner Sparkasse. Sie überzeugte durch die umfangreichste Bedarfsanalyse, die Lebenssituation der Testkunden wurde besonders detailliert abgefragt. Die Deutsche Bank auf Platz zwei punktete mit den besten Beratungsunterlagen und passenden Vorschlägen für die Altersvorsorge. Auch auf dem dritten Rang findet sich mit der Berliner Volksbank ein Institut aus der Hauptstadt. Die Beratung war hier besonders umfassend, sämtliche Fragen der Testkunden wurden vollständig beantwortet.

Quelle: ntv.de, ino

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