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Zu siebt in der Wohnung Wie viele Hunde sind erlaubt?

Hunde in einer Mietwohnung stoßen zum Bedauern ihrer Besitzer nicht immer auf die Sympathie von Nachbarn und Vermietern. Ist die Haltung im Vertrag nicht eindeutig geregelt, kann die Anzahl der Tiere entscheidend sein.

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Auch hier wären fünf Tiere zu viel.

(Foto: imago/Westend61)

Die Haltung von mehr als einem Hund in einer Mietwohnung entspricht in der Regel nicht mehr dem normalen Mietgebra uch. Das hat das Amtsgericht (AG) München entschieden (Az.: 424 C 28654/13).

In dem verhandelten Fall lebte ein Ehepaar in einer 2,5-Zimmer-Wohnung mit knapp einhundert Quadratmetern Wohnfläche. Dort hielt es fünf sogenannte "Taschen-Hunde". Dies war dem Vermieter zu viel. Er forderte seine Mieter schriftlich auf, die Hundehaltung in der Wohnung zu unterlassen. Wenige Monate später schüttelten die Mieter aus dem Fenster ihrer Wohnung eine Decke aus, aus der nicht nur Staub, sondern auch Abfallgegenstände wie Hundeknochen, Zahnstocher und Slipeinlagen in den Hof fielen. Dort trafen sie eine Besucherin.

Daraufhin erhob der Vermieter Klage. Er forderte, dass den Bewohnern seiner Wohnung untersagt wird, Hunde zu halten und Decken aus dem Fenster der Wohnung auszuschütteln aus denen Gegenstände auf Besucher fielen.

Mit gemischtem Erfolg: Das Amtsgericht München verurteilte die Mieter dazu, nur noch einen Hund in der Wohnung zu halten und zukünftig keine Decken mehr auszuschütteln, wenn sich andere Personen unterhalb des Fensters befinden.

Zur Begründung hieß es, dass die Haltung von mehr als einem Hund in der Regel nicht mehr dem vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietwohnung entspricht. Im schriftlichen Mietvertrag wurde keine Vereinbarung über die Hundehaltung getroffen. Die Mieter konnten allerdings durch die Aussage eines Zeugen nachweisen, dass der Vermieter ihnen mündlich die Haltung eines Hundes zugestanden habe. Sie konnten jedoch nicht beweisen, dass der Vermieter mit der Haltung von fünf Hunden einverstanden gewesen war.

Das Ausschütteln von Decken gehöre hingegen zum normalen mietvertraglichen Gebrauch der Wohnung. Das gelte aber nur dann, wenn sichergestellt wird, dass sich keine Gegenstände in der Decke befinden und diese dann die Fläche unterhalb des Fensters verschmutzen. Auch dürften sich dabei keine Personen unterhalb des Fensters befinden, befand das Gericht.

Quelle: n-tv.de, awi

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