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Anschlussfinanzierung im Blick Die besten Forward-Darlehen

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(Foto: imago/MITO)

Wer in den vergangenen fünf Jahren ein Baudarlehen abgeschlossen hat, profitiert von Zinsen, die die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte. Damit es nach dem Ende der Zinsbindung so weiter geht, sollten Kunden heute schon an die Anschlussfinanzierung denken – und gegebenenfalls vorsorgen.

Es wird nicht viel darüber gesprochen. Doch Immobilienkäufer und Bestandskunden, die umschulden, haben gegenüber ihrer Bank sehr unterschiedliche Positionen. Die schlechtere kommt dabei dem Neukunden zu: Er muss die Zinsen nehmen, die ihm sein Geldhaus zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung anbietet. Der Anschlussfinanzierer hat es da deutlich besser: Da er weiß, wann die Zinsbindung ausläuft, kann er jahrelang planen, wie es danach weitergehen soll – und sich im Idealfall für schlankes Geld gegen drohende Zinssprünge in der Zukunft absichern.

Wer bietet die besten Konditionen?

n-tv hat die FMH-Finanzberatung deshalb beauftragt, jene Forward-Anbieter ausfindig zu machen, die seit Jahresbeginn die besten Konditionen offerieren. Um möglichst praxistaugliche Ergebnisse zu bekommen, untersuchten die Frankfurter Experten dabei zwar die Kosten für bestimmte Vorlaufzeiten, bewerteten am Ende aber nur die Durchschnittskosten aller Vorlaufzeiten. So ist nicht nur sichergestellt, dass auch sehr vorausschauende Bauherren von den Top-Konditionen bei Forward-Darlehen profitieren. Da zudem nur die wenigsten Forward-Darlehen exakt zwölf oder 24 Monate vor dem Zeitpunkt abgeschlossen werden, in dem die Zinsbindung des Ursprungskredites endet, bietet das Ranking auch jenen Kunden eine Orientierung, die unterjährig ein Forward-Darlehen abschließen wollen. Im Forward-Darlehensvergleich der FMH-Finanzberatung werden die Zinsen inkl. dem jeweiligen Forward-Aufschlag errechnet, denn beim Forward-Vergleich zählt nicht der Forward-Aufschlag sondern nur beide zusammen ergeben den wirklichen Zinssatz.

Die drei Spitzenplätze in der Liste der besten Forward-Anbieter bei zehn und 15 Jahren Zinsbindung nahmen in den vergangenen Monaten jeweils die Santander, die Commerzbank und die Allianz Lebensversicherung ein. Bei 15 (und bei 20) Jahren fest ist zudem die Gladbacher Bank in den Top drei zu finden. Auch einige regionale Banken können sich bei zehn und 15 Jahre Zinsbindung sehen lassen. Für einen Platz auf dem Treppchen reicht es aber nicht.

Alles kann, nichts muss

Bleibt die Frage, ob es sich aktuell lohnt, ein Forward-Darlehen zu unterschreiben oder ob Anschlussfinanzierer besser abwarten sollten, wie sich die Zinsen entwickeln. Welche Variante am Ende das meiste Geld spart, lässt sich leider nicht mit Gewissheit sagen. Fest steht aber zumindest, dass sich niemand hetzen muss.

Dass die Zinsen mittelfristig wieder steigen, gilt zwar bei allen Experten als ausgemacht. Zuvor könnte es aber eher nochmal nach unten gehen, selbst Minuszinsen bei der Baufinanzierung sind dann kein Tabu mehr.

Dennoch: Wer in ein oder zwei Jahren eine Anschlussfinanzierung braucht, tut gut daran, sich jetzt schon über Forward Darlehen zu informieren, zumal die Wende relativ schnell kommen könnte – und die Kosten für die Absicherung kaum der Rede wert sind: Der Forward-Aufschlag für zwölf Monate Vorlaufzeit liegt derzeit bei durchschnittlichen 0,08 Prozentpunkten.

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Quelle: n-tv.de