Ratgeber
Mittwoch, 16. Mai 2018

Vergleichen zahlt sich aus: Die besten Jugendkonten

Kostenlos Bargeld vom Automaten, eine Kreditkarte für den Auslandsaufenthalt und obendrein Zinsen aufs Guthaben: Es gibt sie tatsächlich, die Jugendkonten, die alles können. Das zeigt ein aktueller Test.

Bis zu 30 Euro Taschengeld und mit dem Alter anwachsend erhält ein Großteil der 14- bis 17-Jährigen, hinzu kommen Geldgeschenke zu besonderen Anlässen, bei manchen Jugendlichen auch erste Einnahmen durch Ausbildung oder Nebenjobs: Ab einem gewissen Alter ist man dem Sparschwein einfach entwachsen, ein richtiges Girokonto muss her. Am besten eines, das nichts kostet, eine Girocard oder EC-Karte beinhaltet, bestenfalls sogar eine Prepaid-Kreditkarte. Die gute Nachricht: Es gibt Jugendkonten, die all das bieten – und sogar noch mehr. Das hat die FMH-Finanzberatung in einem großen Girokonto-Test für n-tv herausgefunden.

Während Banken und Sparkassen bei den Gehaltskonten ordentlich an der Gebührenschraube drehen, sind die Angebote für Jugendkonten richtig attraktiv: Kein bundesweiter Anbieter und nur wenigen regionale Banken und Sparkassen erheben Kontoführungsgebühren für unter 18-Jährige, außerdem gibt es hier sogar noch etwas, das bei regulären Girokonten quasi ausgestorben ist: Guthabenzinsen.

Regionale Anbieter bieten die besten Jugendkonten – und ordentliche Guthabenzinsen

Während bundesweit tätige Anbieter keine oder kaum Zinsen auf das Guthaben ihrer jugendlichen Kunden bieten, sind die regionalen Anbieter deutlich spendabler. Bis zu 3,0 Prozent werden geboten, was sogar deutlich mehr ist als die aktuell besten Festgeldkonten offerieren – allerdings begrenzt auf 1.000 bis 2.000 Euro Guthaben. Doch auch mit kostenfreien Buchungen online und beleghaft, kostenfreier Girocard, kostenfreier Prepaid-Kreditkarte und kostenfreier Bargeldabhebung können die besten regionalen Anbieter aufwarten und liegen in der Gesamtwertung damit deutlich vor den bundesweiten Anbietern. Allerdings – und hier ist der Haken – sind regionale Angebote freilich nur regional verfügbar. Und so können sich vor allem Nürnberger, Berliner und Baden-Württemberger an den Topkonditionen erfreuen.

Bundesweit verfügbare Jugendkonten punkten ebenfalls mit guten Konditionen

In Sachen Service stehen die bundesweiten Anbietern den regionalen Topanbietern in nichts nach – lediglich die Guthabenverzinsung fällt hier mit null bis maximal 1,00 Prozent extrem mau aus. Dafür fallen bei den besten Anbietern keine Gebühren für Online-Buchungen oder Bargeldabhebungen an. Beleghafte Buchungen und Prepaid-Kreditkarten werden dagegen von vielen bundesweiten Anbietern erhoben. Allerdings ist fraglich, ob Jugendliche überhaupt beleghafte Buchungen via vorgedruckten Überweisungsträgern ausführen, auch braucht nicht jeder unter 18-Jährige eine Kreditkarte. Praktisch dagegen kann ein kostenfreies Depotkonto für den Start des eigenen Vermögensaufbaus sein, wie es vom bundesweit besten Anbieter für Jugendkonten, der HypoVereinsbank, mit Kontoeröffnung angeboten wird.

Die gesamte Auswertung mit allen Bewertungsdetails finden Sie hier >>

Insgesamt lässt sich sagen, dass Banken und Sparkassen offenbar um den Wert der Nachwuchskunden wissen. Denn obwohl immer mehr Kunden wechselfreudiger werden, bleiben die meisten nach wie vor ihrer angestammten Hausbank treu. Wer jugendlichen Kunden beste Konditionen bietet, zieht sich damit quasi den Kundenstamm von morgen heran. Doch auch Eltern können von den guten Konditionen profitieren: Gerade die bundesweiten Anbieter mit attraktiven Jugendkonten bieten meist auch attraktive Gehaltskonten. Ein Vergleich mit dem bisherigen Girokonto lohnt sich allemal und ein Kontowechsel ist heute wirklich kein Hexenwerk mehr. 

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Quelle: n-tv.de