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Niederlage mit den Köpenickern: André Hofschneider.
Niederlage mit den Köpenickern: André Hofschneider.(Foto: imago/Matthias Koch)
Samstag, 09. Dezember 2017

VfL Bochum feiert Auswärtssieg: Union entlässt Keller - und unterliegt Dresden

Der 1. FC Union Berlin feuert Trainer Jens Keller, weil der Klub unbedingt in die Fußball-Bundesliga aufsteigen will. Dass es danach eine Heimniederlage gegen Dynamo Dresden setzt, war mutmaßlich so nicht geplant. Der VfL Bochum punktet derweil auswärts.

1. FC Union Berlin - SG Dynamo Dresden 0:1 (0:0)

Der 1. FC Union Berlin hat im ersten Spiel nach der überraschenden Entlassung von Trainer Jens Keller seine Negativserie in der zweiten Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Beim Comeback von André Hofschneider auf der Bank unterlagen die Köpenicker mit 0:1 (0:0) gegen Dynamo Dresden. Beim Wiedersehen mit seinem ehemaligen Chef Uwe Neuhaus auf der Dresdner Bank zeichnete Hofschneider zudem für die erste Heimniederlage in dieser Saison verantwortlich.

Tor des Tages: der Lumpi.
Tor des Tages: der Lumpi.(Foto: imago/Contrast)

Andreas Lambertz machte in der 71. Minute den vierten Auswärtssieg der Gäste perfekt, die nach ihrem dritten Sieg in Folge am letzten Spieltag der Hinrunde auf Platz sieben vorrückten. Der Torschütze war für den gesperrten Kapitän Marco Hartmann wieder in die Startelf gerückt. Vor 22.012 Zuschauern in der ausverkauften Alten Försterei taten sich die Gastgeber von Beginn an gegen die gut organisierte Abwehr der Sachsen schwer. Berlin stand nach zuvor neun Gegentoren in den vorangegangenen drei Spielen zwar zunächst in der Defensive auch sicherer als zuletzt, aber Dynamo war stets gefährlich. Nach der Pause hatte dann Unions Topscorer Sebastian Polter in der 54. Minute per Kopf die große Chance zur Führung für die Gastgeber, danach kam aber nicht mehr viel von Union. Lambertz war dann nach einer missglückten Abwehraktion von Felix Kroos zur Stelle. Anschließend ließ Dresden nichts mehr anbrennen und hätte durch Lucas Röser (82.) noch erhöhen können.

Jahn Regensburg - VfL Bochum 0:1 (0:1)

Bochumer torschütze: Robbie Kruse.
Bochumer torschütze: Robbie Kruse.(Foto: dpa)

Der VfL Bochum befindet sich weiter auf dem Vormarsch. Die Westfalen gewannen mit dem am Freitag zum Cheftrainer beförderten Jens Rasiejewski bei Jahn Regensburg mit 1:0 (1:0) und schoben sich an den Oberpfälzern in der Tabelle vorbei auf Platz acht. Der Australier Robbie Kruse (7.) erzielte vor 7285 Zuschauern das Tor des Tages. Für die Regensburger ging eine Erfolgsserie von vier Siegen in den letzten fünf Spielen zu Ende. Bochum feierte nach fünf Partien in fremden Stadien ohne Dreier wieder einen Auswärtssieg. Lukas Hinterseer (25.) hatte die große Chance zum 2:0 auf dem Fuß, vergab aber. Die Gastgeber hatten zwar mehr Ballbesitz, doch der VfL war effektiver und zielstrebiger. Häufig agierte der SSV Jahn zu umständlich und zu langsam, um des Gegners Abwehr in Gefahr zu bringen. Der Ex-Bundesligist nutzte geschickt die sich bietenden Räume für seine Konter.

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Heidenheim 1:0 (1:0)

Die SpVgg Greuther Fürth hat zum Abschluss der Hinrunde den Anschluss an das Tabellenmittelfeld wiederhergestellt. Die Mannschaft von Trainer Damir Buric gewann das Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim 1:0 (1:0) und verkürzte damit als Tabellenvorletzter den Rückstand zu den Baden-Württembergern auf vier Punkte. Abwehrspieler Richard Magyar macht mit einem Kopfballtreffer in der 29. Minute den fünften Saisonsieg der Fürther perfekt. Durch ihren vierten Heimsieg liegen die Franken zudem nur noch einen Zähler hinter Bundesligaabsteiger Darmstadt 98, der Relegationsplatz 16 belegt. Heidenheim, das zuvor fünfmal in Serie ungeschlagen geblieben war, liegt nach seiner achten Saisonniederlage nur noch drei Punkte vor den Hessen.

Vor 6965 Besuchern hatten die Gastgeber bereits in der sechsten Minute die große Chance zur Führung, Khaled Narey scheiterte aber am Pfosten. Auf der Gegenseite vergab Maximilian Thiel nach einer Viertelstunde eine gute Gelegenheit für die Gäste. Nach einer knappen halben Stunde setzte dann Jurgen Gjasula mit einer präzisen Flanke Magyar in Szene, der bei seinem zweiten Saisontreffer kein große Mühe hatte. Nach der Pause war es erneut der starke Spielmacher Gjasula, der in der 63. Minute Maximilian Wittek den Ball auflegte, der ehemalige Sechziger verpasste aber diese große Möglichkeit. Heidenheim war unter dem Strich in der Offensive zu harmlos, um die Gastgeber noch zu gefährden.

Quelle: n-tv.de