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Union stoppt Freiburgs Höhenflug Wolfsburg verstärkt Leipzigs Sieglos-Frust

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Während Wolfsburg weiter das einzig ungeschlagene Bundesliga-Team ist, verpasste Leipzig zum vierten Mal in Folge den Sieg.

(Foto: imago images/Eibner)

Zum vierten Mal in Folge bleibt RB Leipzig ohne Sieg und verpasst den Sprung vorbei am VfL Wolfsburg. Der FC Bayern patzt in Augsburg, dabei schmerzt nicht nur der späte Ausgleich. Der 1. FC Union Berlin düpiert den SC Freiburg, während Hertha BSC seinen Aufwärtstrend fortsetzt.

FC Augsburg - FC Bayern München 2:2 (1:1)

Blitz-Rückstand, Verletzungsschock für Niklas Süle - und dann der späte Nackenschlag. Der FC Bayern muss in Augsburg doppelt leiden. Den Text zum Spiel lesen Sie hier.

RB Leipzig - VfL Wolfsburg 1:1 (0:0)

RB Leipzig hat seine Sieglos-Serie fortgesetzt und im Spitzenkampf einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Sachsen kamen zu Hause gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und blieben auch im vierten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg. Timo Werner (54.) hatte die Leipziger in Führung gebracht, VfL-Stürmer Wout Weghorst (82.) glich in der Schlussphase aus.

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Wout Weghorst sicherte Wolfsburg einen Punkt - der VfL ist damit in dieser Saison weiter ungeschlagen.

(Foto: imago images/Karina Hessland)

Wolfsburg setzte damit seinen positiven Trend auch beim Champions-League-Teilnehmer fort. Der Pokalsieger von 2015 ist unter Trainer Oliver Glasner weiter ungeschlagen. Vor 39.132 Zuschauern stand bei RB Stratege Kevin Kampl nach siebenwöchiger Verletzungspause wieder im Kader, blieb aber genauso wie Regisseur Emil Forsberg zunächst auf der Bank. Dafür zog Werner im offensiven Mittelfeld die Fäden. Der 23-Jährige ließ sich immer wieder fallen und war Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft.

Kuriose Szene in der 18. Minute: Leipzigs Abwehrchef Dayot Upamecano überraschte seinen Keeper mit einer hohen Rückgabe, Peter Gulacsi musste die Hände zur Hilfe nehmen. Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied auf Freistoß aus zehn Metern. Die Leipziger postierten sich auf der Torlinie, Wolfsburgs Maximilian Arnold nahm Maß - doch Gulacsi war zur Stelle. In der 54. Minute fiel die Führung der Gastgeber: Nach einem langen Schlag des starken Gulacsi setzte sich Werner gegen den strauchelnden Kevin Mbabu durch, umkurvte Wölfe-Keeper Pavao Pervan und schob zum 1:0 ein. Leipzig blieb am Drücker. Vor allem der antrittsschnelle Werner war immer gefährlich und konnte oft nur mit Fouls gebremst werden. Auf der Gegenseite war Niederländer Weghorst aus kurzer Distanz zur Stelle.

1. FC Union Berlin - SC Freiburg 2:0 (1:0)

Aufsteiger 1. FC Union Berlin hat den Höhenflug des SC Freiburg gestoppt und die eigene Negativserie beendet. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer setzte sich gegen die Breisgauer mit 2:0 (1:0) durch und konnte nach zuvor vier Niederlagen nacheinander erstmals wieder gewinnen. Die Freiburger von Coach Christian Streich verpassten es nach zuletzt vier Begegnungen ohne Pleite hingegen, sich in der Tabelle ganz vorne festzusetzen. Der SC zeigte vor allem in der Offensive zu wenig und verlor erstmals in dieser Saison auswärts.

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Im erneut ausverkauften Stadion An der Alten Försterei war Marius Bülter noch in der ersten Minute mit einem platzierten Schuss aus 25 Metern sehenswert für die tapfer kämpfenden Eisernen erfolgreich, Marcus Ingvartsen (84.) bescherte seinem Team mit dem Treffer zum 2:0 schließlich den zweiten Sieg in dieser Spielzeit. Union hielt den Druck hoch, Ingvartsen traf in der 10. Minute den Pfosten. Freiburg tat sich gegen die gut gestaffelten Berliner lange schwer und wurde erst nach einer guten halben Stunde etwas gefährlicher.

Zu allem Überfluss musste auch noch SC-Stammkeeper Alexander Schwolow früh ausgewechselt werden. Niclas Thiede kam so nach 22 Minuten zu seiner Erstligapremiere. Der 20-Jährige stand direkt im Mittelpunkt: Ein vermeintliches Kopfballtor von Unions Sebastian Andersson wurde nicht gegeben, weil er sich bei Thiede aufstützte. Streich versuchte, mit der Einwechslung von Nils Petersen für Belebung in der Offensive zu sorgen. Das gelang jedoch erst mit Verzögerung nach gut 70 Minuten. Viele kleine Fehler verhinderten an einem enttäuschenden Nachmittag hingegen ein Freiburger Erfolgserlebnis.

Fortuna Düsseldorf - 1. FSV Mainz 05 1:0 (0:0)

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Fortuna Düsseldorf hat seine Talfahrt gestoppt und sich mit seinem zweiten Saisonsieg etwas Luft im Tabellenkeller verschafft. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel gewann nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg das richtungweisende Duell gegen den FSV Mainz 1:0 (0:0) und überholte damit die Rheinhessen in der Tabelle. Rouwen Hennings (82.) stellte den ersten Heimsieg der Fortuna in dieser Saison sicher. Für die Fortuna war es im fünften Anlauf der erste, für Funkel sogar im achten Versuch der erste Sieg im Oberhaus gegen Mainz, das nach einer Gelb-Roten Karte für Fernandes (45.+1) eine Hälfte in Unterzahl agieren musste.

Nach einer von beiderseitigem Respekt geprägten Viertelstunde übernahmen die Düsseldorfer nach und nach die Kontrolle über das Spiel. Allerdings brachten sich die Hausherren immer wieder durch grobe Abspielfehler selbst aus dem Tritt. Bis zur ersten Torchance dauerte es 26 Minuten, als Bernard Tekpetey das Mainzer Tor aber klar verfehlte. FSV-Trainer Sandro Schwarz verstärkte mit Beginn des zweiten Abschnitts seine Defensive durch die Einwechslung von Danny Latza. Dafür musste der in der ersten Hälfte schwache Stürmer Taiwo Awoniyi weichen. Düsseldorf blieb in Überzahl die aktivere Mannschaft und startete einen Angriff nach dem anderen Richtung 05-Tor, agierte aber in vielen Szenen zu hektisch und ungenau. Auch der in der in der 68. Minute eingewechselte Pole David Kownacki konnte den Abwehrriegel der Gäste zunächst nicht knacken. Das tat Hennings.

Werder Bremen - Hertha BSC 1:1 (1:0)

Werder Bremen tritt auf der Stelle. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt kam gegen Hertha BSC trotz eines couragierten Auftritts nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und blieb zum vierten Mal hintereinander ohne Sieg. Joshua Sargent (7.) brachte die Grün-Weißen früh in Führung, doch der eingewechselte Dodi Lukebakio (70.) glich für Hertha aus. Der Hauptstadt-Klub, der zuletzt dreimal gewonnen hatte, baute seine Serie von ungeschlagenen Spielen damit aus.

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Wen Herthas Dodi Lukebakio mit seinem Herz bedachte, blieb offen.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Gleich mit dem ersten Torschuss trafen die Frühstarter von Werder, die an vier der bisherigen acht Spieltagen in der Anfangsphase in Führung gingen. Auch in der Folge strahlte Grün-Weiß immer wieder Gefahr aus. Verteidiger Christian Groß scheiterte nach einer Ecke gleich doppelt - erst reagierte Hertha-Keeper Rune Jarstein aus kurzer Distanz glänzend, der Nachschuss blieb in der Abwehr hängen (27.). Doch die Berliner versteckten sich keineswegs. Nach einer Viertelstunde kam Marius Wolf völlig frei zum Schuss, doch sein unplatzierter Versuch blieb in der Abwehr hängen. Wenige Augenblicke später traf Maximilian Mittelstädt aus der Distanz das Außennetz.

Nach dem Seitenwechsel beherrschte zunächst Werder das Geschehen, nutzte jedoch seine Chancen nicht. Und nachdem Maximilian Eggestein (55.) ebenso seinen Meister in Jarstein gefunden hatte (55.) wie Rashica (62. und 64.), kam Hertha mit seiner ersten echten Möglichkeit im zweiten Abschnitt durch eine Einzelaktion des eingewechselten Lukebakio zum Ausgleich.

Quelle: n-tv.de, tsi/sid

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