Fußball-WM 2018

Große WM-Analyse nach Pleite DFB lädt Löw und Bierhoff zur Debatte vor

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Bald müssen sie sich erklären.

(Foto: imago/Chai v.d. Laage)

Das historische Vorrunden-Aus, das andauernde Erdogate um Mesut Özil und noch mehr: Für die große Fußball-WM-Fehleranalyse von Joachim Löw stehen viele Punkte auf der Liste. Nun legt der DFB einen Termin für die große Aufarbeitung fest.

Der Termin für die große WM-Analyse der Fußball-Nationalmannschaft steht fest. Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff müssen nach Informationen der "Sport Bild" zum Bundesliga-Start am 24. August ihre WM-Analyse vorlegen. An diesem Tag müsse die sportliche Leitung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft "dem DFB-Präsidium Rechenschaft für das vorzeitige WM-Aus ablegen", schreibt das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe. Der Termin sei auf Wunsch von Löw und Bierhoff zweimal nach hinten verlegt worden, weil die Aufarbeitung des Vorrunden-Scheiterns bei der Weltmeisterschaft in Russland "zu umfangreich" sei, hieß es.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte von der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft eine "saubere Analyse" der historischen Vorrunden-Pleite gefordert. Diese bereits wenige Tage nach dem Aus gegen Südkorea vorzulegen, halte er allerdings für verfrüht, sagte er. Bei der Analyse des WM-Debakels geht es unter anderem auch um mögliche personelle Konsequenzen.

Bierhoff hatte Veränderungen "auf allen Ebenen" angekündigt. Löws Assistent Thomas Schneider wackelt, auch der langjährige Chefscout Urs Siegenthaler steht in der Kritik. Zudem dürfte die Erdogan-Affäre auf den Tisch kommen und in diesem Zusammenhang die Frage nach der Zukunft von Nationalspieler Mesut Özil.

Löw und Bierhoff persönlich stehen nicht zur Debatte. Der DFB hatte ihre Verträge kurz vor der WM verlängert (Löw bis 2022, Bierhoff bis 2024). Nach dem Turnier-Aus hatte das Präsidium um Grindel den Wunsch geäußert, mit dem Duo weiterzumachen. Diesem kamen beide nach. Am 6. September startet die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes in München mit der Partie im neuen Wettbewerb Nationenliga gegen den WM-Finalisten Frankreich in die neue Saison.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa/sid