Technik

Händler haftet für schlappes iPhone Akku muss zwei Jahre halten

Auf Akkus in Smartphones und anderen mobilen Geräten gibt es oft keine Garantie - selbst wenn die Batterie fest eingebaut ist und nicht gewechselt werden kann. Die zweijährige Gewährleistung gilt dagegen auch für solche Verschleißteile.

Der fest eingebaute Akku sorgt bei Apple-Geräten immer wieder für Kritik. Aber auch andere Hersteller wie beispielsweise Nokia oder Motorola verzichten inzwischen auf eine austauschbare Batterie. Was aber passiert, wenn der Akku frühzeitig schlappmacht? Bleibt dem Nutzer dann nichts anderes übrig, als ihn für sehr viel Geld von einer Vertragswerkstatt wechseln zu lassen? Oder müssen vielleicht der Hersteller oder der Verkäufer für die Kosten geradestehen? Grundsätzlich gilt: Wenn dem Gerät innerhalb von zwei Jahren die Puste ausgeht, hat der Käufer gute Chancen auf eine kostenlose Lösung.

SMS Messenger iPhone Tastatur

Für Verschleißteile gilt die zweijährige Gewährleistung. Verbraucher mit einem kaputten Smartphone-Akku sollten sich deshalb an den Verkäufer wenden.

"Die Garantie ist eine freiwillige Leistung, die der Hersteller mehr oder weniger frei gestalten kann. Bei der Gewährleistung gibt es dagegen klare gesetzliche Vorschriften", sagt Carolin Semmler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Verbraucher mit einem kaputten Smartphone-Akku sollten sich deshalb nicht an den Hersteller, sondern an den Verkäufer wenden.

In den ersten sechs Monaten nach dem Kauf gilt dabei die sogenannte Beweislastumkehr. Demnach muss der Verkäufer einen Defekt reparieren, solange dieser nicht offensichtlich vom Nutzer verursacht wurde. Auch in den 18 Monaten danach gibt es bei Batterieproblemen aber gute Chancen auf Reparatur, erklärt Semmler: "Der Käufer muss lediglich darlegen können, dass er das Gerät ordnungsgemäß behandelt hat." Spuren von Stürzen oder eigenmächtigen Reparaturversuchen sollte das Handy also besser nicht haben.

Greift die Gewährleistung, muss der Verkäufer trotzdem nicht sofort den Preis erstatten: "Er darf zunächst zweimal versuchen, einen Schaden zu reparieren oder das defekte Gerät gegen ein neues auszutauschen", erläutert Semmler. Erst danach können Käufer ihr Geld zurückverlangen.

Quelle: ntv.de, kwe/dpa