Technik

Google veröffentlicht SDK Android 3.0 stellt sich vor

Noch ist Android 3.0 nicht fertig, aber es kann nicht mehr lange dauern. Denn Google hat jetzt das Kit veröffentlicht, das Entwickler brauchen, um Anwendungen für das mobile Betriebssystem zu schreiben. Gleichzeit zeigt Google in einer Vorschau, was "Honeycomb" auf dem Kasten hat.

home_hero1.png

So könnte ein Homescreen eines Honeycomb-Tablets aussehen.

(Foto: Google)

Auf der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas hat Google mit einem Video sein neues mobiles Betriebssystem Android 3.0 ("Honeycomb") erstmals offiziell präsentiert, aber auch betont, dass daran noch gearbeitet wird. Jetzt ist man in Mountain View offensichtlich schon einen großen Schritt weiter. Denn Google hat das Software Development Kid (SDK) für Android 3.0 zum Download bereitgestellt. Das ist eine Sammlung von Werkzeugen und Programmen, die Entwickler benötigen, um Anwendungen zu schreiben. Es handelt sich zwar noch nicht um das endgültige SDK, trotzdem ist es ein Hinweis darauf, dass Honeycomb rechtzeitig zum Mobile World Congress fertig wird, der am 14. Februar beginnt.

tasks_full.png

Echtes Multitasking: Über Vorschaubilder können Nutzer schnell zwischen Anwendungen wechseln.

(Foto: Google)

Google hat auch eine Vorschau veröffentlicht, die zeigt, wie sehr sich Android 3.0 von seinen Vorgängern unterscheidet. Im Text heißt es noch einmal klipp und klar, dass das Betriebssystem speziell für Geräte mit größeren Bildschirmen entickelt wurde - vor allem Tablet-Rechner. Laut Google ist die neue Benutzeroberfläche "virtuell und elegant", die 3D-Effekte machten es fast schon "holografisch" und bei der Interaktion habe man sich auf Inhalte konzentriert.

Multitasking leicht gemacht

Das Benachrichtigungsfeld (System Bar) ist jetzt am unteren Bildschirmrand immer sichtbar, kann aber ausgeblendet werden. In der System Bar findet man auch eine Liste mit den gerade oder zuletzt geöffneten Apps. Neben jeder Anwendung ist ein Miniaturbild zu sehen, das zeigt, was der Nutzer zuletzt mit der App gemacht hat.

mail_drag.png

Die neue E-Mail-App.

(Foto: Google)

Am oberen Display-Rand klappt die sogenannte Action Bar auf, sobald Nutzer eine Anwendung öffnen. Sie bietet je nach App unterschiedliche Funktionen und Steuerelemente. Nutzer haben in Honeycomb fünf Homescreens, die sie individuell anpassen können. Alle platzierten Elemente werfen einen virtuellen Schatten.

Neben einer für Tablets optimierten Tastatur haben die Entwickler auch die Copy-and-Paste-Funktion verbessert. Um Text zu markieren, genügt es, die Feststell-Taste zu drücken. Danach wählt man per Schieberegler den gewünschten Bereich aus. In der Action Bar kann man dann aussuchen, was man mit dem Element machen möchte.

copy_full.png

Text lässt sich sehr einfach markieren und weiterverwenden.

(Foto: Google)

Die Google-Entwickler haben alle Standard-Applikationen für Android 3.0 vergrößert und optimiert. Der Browser hat jetzt unter anderem einen Inkognito-Modus und geöffnete Fenster ordnet er in Tabs an. Die Kamera-App wurde komplett neugestaltet. E-Mail- und Kontakte-App nutzen die Breite des Bildschirms durch mehrere Spalten aus.

Sinnvoll ist auch, dass Nutzer an Honeycomb-Tablets Tastaturen via Bluetooth oder USB anschließen können. Android-3.0-Geräte können sich außerdem ohne weitere Maßnahmen sofort mit angeschlossenen Kameras oder Computern synchronisieren. Tethering ist nicht nur über WLAN, sondern auch über Bluetooth möglich, wodurch sehr viele Geräte die Internetverbindung der Tablets nutzen können.

Quelle: n-tv.de, kwe

Mehr zum Thema
23.04.09