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Google verbessert Übersetzer Androiden lernen dolmetschen

Google macht Übersetzer zum Dolmetscher. Künftig kann die App Unterhaltungen in zwei Sprachen verstehen und übersetzen. Und bald ist noch viel mehr möglich.

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(Foto: n-tv.de)

Erst vor einem Jahr hat Google die App Translate (Übersetzen) für Smartphones mit dem Android-Betriebssystem ab Version 2.1 veröffentlicht. Heute gehört sie bereits bei vielen Nutzern - vor allem außerhalb der USA - zum Alltag. Das Programm bietet inzwischen 53 Sprachen von Afrikaans bis Yiddisch an. In 15 Sprachen können die Anfragen auch diktiert werden. Der Wortschatz von Übersetzer ist sehr umfangreich und die Ergebnisse entsprechend meistens zufriedenstellend. Wer möchte, kann sich von Google auch SMS-Nachrichten übersetzen lassen.

Geburtstagsüberraschung

Zum ersten Geburtstag hat Google die App aufpoliert, das Aufklapp-Menü für die Sprachauswahl verbessert und die Icons aufgehübscht. Spannend ist aber vor allem eine experimentelle Funktion. Im sogenannten Konversationsmodus wird Translate nämlich zum Dolmetscher für Unterhaltungen in zwei verschiedenen Sprachen: Ein Gesprächsteilnehmer spricht einen Satz ins Telefon, die App übersetzt und spricht den Satz in der anderen Sprache.

Bisher steht der Konversationsmodus nur für englisch-spanische Gespräche zur Verfügung und hat noch viele Fehler. Hintergrundgeräusche, Dialekte oder auch nur eine etwas undeutliche Aussprache lassen Übersetzer unsinnige Sätze stammeln. Google ist sich aber sicher, die Probleme in den Griff zu bekommen und prophezeit der App eine große Zukunft.

Personalisierte Zukunft

Wie das Magazin "Technology Review" berichtet, können Googles Server künftig bis zu zwei Jahre lang Spracheingaben von Nutzern speichern. Damit kann die Worterkennung von Apps deutlich gesteigert werden, da Google Eingaben mit älteren, erfolgreich gelösten Anfragen vergleicht. Was möglich ist, ergab ein Kurztest des Magazins. Die Sprachsuche verstand nach der Installation nur drei von fünf Suchanfragen richtig. Nach wenigen Tagen steigerte sich die Erkennungsrate auf vier von fünf. Auch komplizierte Suchen klappten, beispielsweise nach Spielzeiten eines Films in Kinos einer bestimmten Postleitzahlen-Region ("Tru Grit show times 90066" - Film "Tru Grit", Zeiten, Postleitzahl 90066).

Eine sogenannte personalisierte Sprachsuche ist derzeit nur auf Englisch möglich. Wann weitere Sprachen hinzukommen, ist noch offen. Trotz Googles Problemen mit deutschen Datenschützern soll Deutsch aber zu den nächsten Personalisierungs-Kandidaten gehören.

Quelle: n-tv.de

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