Technik

E-Mail-Rundbrief sicher versenden BCC ist kein Sportverein

Immer wieder erhält man E-Mails, die sich an eine größere Gruppe wenden und in denen jede einzelne Adresse sichtbar ist. Das ist nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern sieht auch schlimm aus und wirkt alles andere als professionell. Dabei ist es ganz einfach, E-Mail-Rundbriefe diskret und elegant zu verschicken. Man muss nur wissen, wo das BCC-Feld ist.

E-Mail-Spam ist heutzutage ein riesengroßes Problem, mit dem sich Millionen Nutzer täglich herumärgern müssen. Oft fragen sich Betroffene, wie die Spam-Gangster nur an ihre E-Mail-Adresse gekommen sind. Nun, häufig werden den Cyber-Nervensägen die Daten auf dem Präsentierteller serviert, wenn Nutzer Rundmails versenden und dabei jeden Empfänger in das CC-Feld eintragen. Dadurch sind nämlich alle Adressen für jeden sichtbar, der die E-Mail erhält - auch wenn die Nachricht weitergeleitet wird.

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In Mozilla Thunderbird ist BCC im Aufklapp-Menü neben dem Adressfeld zu finden.

Ist in der E-Mail-Adresse auch der Klarname erkennbar, kann dies für manchen Empfänger zudem sehr peinlich sein. Vor allem dann, wenn sie eigentlich aus guten Gründen anonym bleiben wollten. Besonders schlimm wird es, wenn einer der Adressaten einen Virus auf dem Rechner hat, der selbstständig nach E-Mail-Adressen sucht. Denn er kann die Informationen an seine Auftraggeber und sich selbst an alle gefundenen E-Mail-Adressen schicken. Und selbst wenn alles gut geht, die Adressen nicht in den "freien Handel" geraten und niemand blamiert wird, ist eine E-Mail mit ellenlanger Empfängerliste für Smartphone-Empfänger ein echtes Ärgernis.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach, eine Rundmail so zu versenden, dass alle Empfänger anonym bleiben, niemand weiß, wie viele Personen die Nachricht erhalten und auch für Smartphone-Empfänger die Form gewahrt bleibt. Dazu muss man die Adressaten lediglich ins BCC-Feld statt ins CC-Feld einsetzen. "CC" steht für "Carbon Copy" (Durchschlag/Kopie), "BCC" für "Blind Carbon Copy" (Blindkopie).

Microsoft versteckt BCC

Um eine E-Mail als Blindkopie senden zu können, muss man allerdings erst das BCC-Fenster finden. Nutzer des Mozilla-Clients "Thunderbird" dürften da keine Probleme haben, da in diesem Programm BCC standardmäßig im Ausklappmenü neben dem Adressfeld enthalten ist. Bei Microsoft-Programmen sieht die Sache anders aus. In "Windows Mail", "Outlook Express" oder "MS Outlook" hat Microsoft das Feld nämlich in den Grundeinstellungen versteckt. Dies ist im Prinzip gut gemeint. Schließlich senden Spammer ihre Mails oft als Blindkopie, um nicht aufzufliegen. In manchen Mail-Programmen sind deshalb Spam-Filter aktiv, die als BCC verschickte Nachrichten aussortieren.

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In MS Outlook 2007 aktiviert man das BCC-Feld in den Optionen unter "Felder".

E-Mails, die so wichtig sind, dass sie unbedingt ankommen müssen, sollte man aber ohnehin nicht als Rundmail verschicken. Denn auch BCC-Nachrichten sind nicht hundertprozentig sicher. Unter Umständen bietet sich dann die Einrichtung einer Mailingliste an. Dabei legt man beispielsweise bei "Google Groups" für einen geschlossenen Empfängerkreis eine Gruppe samt Gruppen-E-Mail-Adresse an. Man erreicht dann allerdings nur Personen, die der Gruppe beitreten.

Um in Windows Mail und Outlook Express das BCC-Feld zu aktivieren, klickt man im Menü auf "Ansicht" und dort auf "Alle Kopfzeilen". In Microsoft Outlook öffnet sich das BCC-Fenster, wenn man eine neue Nachricht erstellt und dort in den Optionen bei "Felder" auf "BCC anzeigen" ein Häkchen setzt. In älteren Outlook-Versionen versteckt sich das Feld im Menü-Punkt "Ansicht".

Ist das BCC-Feld aktiviert, setzt man in das An-Feld seine eigene Adresse und alle Empfänger in BCC. So einfach geht's.

Quelle: n-tv.de