Technik

Motorolas Outdoor-Smartphone im Test Das Defy+ taucht ab

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Das Motorola Defy+ auf Tauchfahrt.

(Foto: kwe)

Ein Outdoor-Handy muss mehr als ein paar Regentropfen verkraften, ohne dass der Bildschirm für immer erlischt. Und so muss auch die zweite Generation des Motorola Defy erst im Matsch zeigen, ob es das "+" im Namen wirklich verdient hat oder beim Einsatz im Matsch den Dienst verweigert.

Motorolas erfolgreiches Outdoor-Smartphone Defy ist seit ein paar Wochen in der zweiten Generation auf dem Markt. Äußerlich unterscheidet sich das Defy+ von seinem Vorgänger nicht. Motorola hat seinem robusten Barren aber einen stärkeren Akku und einen schnelleren Prozessor spendiert. Außerdem ist jetzt als Betriebssystem Android in der aktuelleren Version 2.3 installiert.

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Die Blasen auf dem Bildschirm waren schon vor dem Test da.

(Foto: kwe)

Statt eines 800-Megahertz-Prozessors gibt im Defy+ eine CPU mit 1 Gigahertz unter dem 3,7 Zoll großen Display zusammen mit 512 Megabyte Arbeitsspeicher den Takt an. Wie auch schon beim Vorgängermodell bietet der WVGA-Touchscreen mit 450 x 854 Pixeln ein recht feines Bild an, das auch von der Seite noch relativ gut zu erkennen ist. Der Bildschirm reagiert flott und exakt, Webseiten bauen sich zügig auf. Und solange man dem Defy+ keine aufwendigeren Spiele aufbürdet, leistet es sich keine größeren Hänger.

Intern bietet Motorolas Outdoor-Smartphone magere 2 Gigabyte Speicher, von denen ab Werk dem Nutzer noch 1,2 Gigabyte zur Verfügung stehen. Gut, dass die sparsame ROM-Ausstattung mit SD-Karten um bis zu 32 Gigabyte erweitert werden kann. Das GPS ortet auch ohne WLAN-Unterstützung die Position des Nutzers schnell und exakt, und auch seine Aufgaben als Telefon meistert das Defy+ sehr anständig.

Ab in die Pfütze!

So weit, so gut: In der warmen Jackentasche und im Büro macht das das kleine Motorola eine gute Figur. Bei einem Defy möchte man aber natürlich auch wissen, wie es sich in freier Wildbahn hält. Um herauszufinden, was das Outdoor-Smartphone aushält, ist n-tv.de mit ihm auf eine frisch aufgetaute Wiese gegangen und hat das Defy+ in eine morastige Pfütze fallen lassen.

Wie auf dem Test-Foto zu sehen ist, hielt das 107 x 59 x 13,4 Millimeter messende Gehäuse dicht. Rund fünf Minuten musste das Defy + durchhalten, bevor es aus der Brühe gefischt wurde. Danach wischte der Tester den gröbsten Dreck mit einem Papiertaschentuch vom Display. Damit aber nicht genug: Um zu sehen, ob der Akkudeckel und die Gummistopfen an USB-Steckplatz und Klinkenbuchse wirklich dichthalten, landete das Smartphone für weitere fünf Minuten zum Klarspülen in einer Schüssel mit sauberem Wasser. Auch diese Prozedur ließ das Gerät klaglos über sich ergehen.

Zum Schluss schaute sich n-tv.de das abgetrocknete Defy+ nochmal genau an. Das Display aus Gorilla Glas steckte die Tortur ohne jeden Kratzer weg, Wasser drang nicht ein. Unterm Akkudeckel war ebenfalls keine Feuchtigkeit festzustellen, und auch hinter den Stopfen blieb alles trocken. Test bestanden.

Motorola hat mit dem Defy+ zwar keinen großen Versionssprung gemacht. Für rund 220 Euro bekommt man aber ein sehr vernünftiges Einsteiger-Smartphone, das einiges wegstecken kann. Bauarbeiter und Outdoor-Sportler sind mit dem Motorola Defy+ sicher sehr gut bedient.

Quelle: ntv.de