Technik

Treffen der Finanzminister EU berät Besteuerung des Internet-Handels

Die EU-Finanzminister beraten über eine sinnvolle Besteuerung des Handels im Internet. Den Ministern geht es vor allem darum, Steuerschlupflöcher zu schließen und damit faire Wettbewerbschancen für alle Unternehmen zu schaffen. Die in der EU-Steuerpolitik nötige Einstimmigkeit ist jedoch fraglich, da Großbritannien Einwände hat.

Es gehe nicht darum, neue Steuern einzuführen, sondern die bestehenden auch im Internet anzuwenden, so das Bundesfinanzministerium. Dazu seien "international abgestimmte Regeln" nötig. So gebe es beispielsweise keinen Grund, für einen PC keine Steuern zu zahlen, bloß weil man ihn über das Netz bestellt habe.

Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern sollten künftig für Geschäfte in der EU auch Steuern abführen. Dabei gehe es vor allem um Produkte wie Software, Videos und Musik. Die Mehrwertsteuer soll dann an das EU-Land weitergeleitet werden, in dem der Kunde des Unternehmens wohnt. Großbritannien kritisiert jedoch, dass bei diesem Verfahren ein hoher Verwaltungsaufwand entstünde.

Quelle: ntv.de