Technik

Sony Ericssons Xperia X1 Endlich ein iPhone-Killer?

Spätestens seit Apples G3 auf dem Markt ist, muss sich jedes neu in der Oberklasse erscheinende Handy fragen lassen, ob es zum "iPhone-Killer" taugt - jedenfalls dann, wenn es einen großen berührungsempfindlichen Bildschirm mitbringt, wie Sony Ericssons neues Business-Schlachtschiff Xperia X1.

Das X1 kommt mit allen Schikanen daher (WLAN, UMTS, A-GPS, 3,2 Megapixel-Kamera mit Fotolicht), bringt einen erfreulich ausdauernden Akku mit und hat außer dem Touchscreen sogar noch eine Qwertz-Tatstatur und einen (wenn auch etwas mickrigen) Stylo an Bord.

Windows Mobile installiert

Unter der wertig-metallenen Haube werkelt - eine Neuheit bei Sony Ericsson - Windows Mobile 6.1, was Business-Anwender zu schätzen wissen dürften, verspricht das Betriebssystem doch vergleichsweise problemlosen Datenabgleich mit Laptop oder PC. Außerdem erlaubt es dem mobilen Geschäftsmann auch unterwegs Internet Explorer und Office-Anwendungen zu nutzen.

Um die Bedienoberfläche des X1 zumindest irgendwie "iPhonig" wirken zu lassen, haben sich die Marketingstrategen "Panels" aus- (aber leider nicht zu Ende) gedacht. Mit diesen virtuellen Kärtchen, die als konfigurierbare Einstiegsseiten in verschiedene Anwendungen fungieren, lässt sich zwar fröhlich herumspielen. Wer sich aber von Panels zum dritten Mal über die wahre Uhrzeit hat täuschen lassen, wird sie womöglich nicht mehr ganz so lustig finden.

Qual der Wahl

Dass man vor jeder Aktion überlegen darf, auf welche Weise man sein Telefon bedienen soll (es gibt auch eine Handschriftenerkennung und ein in eine Vier-Wege-Wippe integriertes "Joypad") kann man in Zeiten von "Gehirnjogging" als Trainingseinheit sehen. Die Produktivität dürfte es aber selbst nach einiger Eingewöhnung nicht unbedingt erhöhen.

So ist auch dieses Mobiltelefon wohl nicht der ersehnte iPhone-Killer. Ein insgesamt gelungener und durchaus funktionaler Begleiter für den stilbewussten Großstadtnomaden ist es allemal.

Quelle: n-tv.de

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