Technik

Wechselanleitung für iPhone-Nutzer Eric Schmidt greift Apple persönlich an

Googles Vorstandschef Eric Schmidt

Eric Schmidt war von 2006 bis 2009 in Apples Aufsichtsrat.

Was wünschen sich iPhone-Nutzer zu Weihnachten? Na klar, ein Android-Smartphone! Google-Frontman Eric Schmidt hält dies jedenfalls für eine tolle Idee und veröffentlicht auf Google+ eine Anleitung für Umsteiger. Aber nicht nur Apple, auch Microsoft dürfte seinen Text nicht witzig finden.

Früher saß er mal im Aufsichtsrat von Apple, jetzt tut Googles Verwaltungsratschef Eric Schmidt sein Bestes, um seinen ehemaligen Freunden Weihnachten zu vermiesen. Im sozialen Netzwerk Google+ schreibt er, dass die neuesten Highend-Geräte von Samsung und Motorola oder das neue Nexus 5 bessere Bildschirme hätten, schneller seien und intuitiver zu bedienen seien. "Sie sind tolle Weihnachtsgeschenke für iPhone-Nutzer!"

Weil "viele meiner iPhone-Freunde zu Android konvertieren", veröffentlicht Schmidt auch gleich eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, was beim Wechsel zu beachten ist. Bereuen werde dies niemand, schreibt der Google-Manager und erlaubt sich auch noch eine kleine Spitze gegen Microsoft. So wie viele Leute ihren PC durch einen Mac ersetzten und niemals zurückwechselten, würde es auch Nutzern ergehen, die vom iPhone zu Android konvertierten. Alles sei in der Cloud, in Backups gesichert und man habe so viele Möglichkeiten, schwärmt er. Er weist außerdem darauf hin, dass Android inzwischen einen weltweiten Marktanteil von 80 Prozent habe.

Die Wechsel-Tipps an sich sind zwar gut und leicht verständlich geschrieben, aber nichts Besonderes. Ähnliche Texte veröffentlichen Android-Blogs und -Foren regelmäßig. Interessant ist allerdings, dass Schmidt offenbar nicht mal die Möglichkeit in Betracht zieht, dass ein iPhone-Nutzer auch einen Windows-PC haben könnte. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung ist zwar größtenteils übertragbar, aber im gesamten Text erklärt Schmidt immer nur, was am Mac zu tun ist, die Wörter "PC" und "Windows" kommen nicht ein einziges Mal vor. Und zu guter Letzt gibt Eric Schmidt noch den generellen Ratschlag, statt Apples Safari besser Googles Chrome-Browser zu nutzen. Er sei sicherer, in vielerlei Hinsicht besser und gratis. Microsofts Internet Explorer oder Mozillas Firefox sind Googles Verwaltungsratschef kein Wort wert.

Quelle: n-tv.de, kwe

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